12. Januar 2022 / 21:00 Uhr

"Hauptgegner war Corona": Waspo 98 gewinnt Krimi gegen Bukarest mit 10:9

"Hauptgegner war Corona": Waspo 98 gewinnt Krimi gegen Bukarest mit 10:9

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jorn Winkelhorst sorgt mit seinem Treffer für den Waspo-Auswärtssieg in Bukarest.
Jorn Winkelhorst sorgt mit seinem Treffer für den Waspo-Auswärtssieg in Bukarest. © IMAGO/Aleksandar Djorovic
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Das durch Corona dezimierte Team von Waspo 98 hat sich in der Champions League überraschend mit 10:9 bei Steaua Bukarest durchgesetzt. "Unser Hauptgegner war Corona", sagte Trainer Karsten Seehafer, der auch von einer Sensation sprach.

Waspo-Trainer Karsten Seehafer waren Erleichterung und Stolz anzusehen. Im Siegerinterview nach dem 10:9-Krimi (3:1, 2:2, 3:3, 2:3) in der Wasserball-Champions-League bei Steaua Bukarest verkündete er dramatisch: „Die letzten möglichen Zwölf haben hier eine Sensation geschafft.“
Mit 13 Spielern war Waspo 98 zum Auswärtsspiel nach Rumänien gereist. Sechs Stars und ein Coach – Kapitän Aleksandar Radovic, Ivan Nagaev, Petar Muslim, Fynn Schütze, Marko Macan und Ante Corusic sowie Co-Trainer Predrag Jokic – waren in Hannover geblieben.

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Alle haben Corona. In Bukarest ergaben die letzten Tests nur negative Ergebnisse, aber der kränkelnde Finn Rotermund fiel auch noch kurzfristig aus. Seehafer hatte nur noch zwölf Spieler zur Verfügung, davon sehr viele junge. „Wir mussten nicht nur gegen Bukarest antreten, unser Hauptgegner war Corona“, sagte er. „Ein großes Kompliment an mein Team.“

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Waspo erwischte zu Beginn eine gute Welle, führte nach dem ersten und dem zweiten Viertel. Auch nach Abschnitt drei hielt Hannover den Zweitorevorsprung (8:6). Die verbliebenen Führungsspieler Julian Real, die Brguljan-Brüder, Jorn Winkelhorst und Torwart Moritz Schenkel hielten Waspo im Rennen. Im Schlussviertel drehte Bukarest auf, glich zum 8:8 und 9:9 aus.


Den dezimierten Hannoveranern schien die Luft auszugehen. Winkelhorst sorgte mit dem letzten Waspo-Angriff und seinem zweiten Tor in der heißen Schlussphase per Aufsetzer für das 10:9. Bukarest hatte zehn Sekunden vor dem Ende noch einen Angriff. Vlad Georgescus Aufsetzer zischte an Schenkel vorbei – landete aber nur an der Latte. Die Waspo-Spieler rissen ihre Arme aus dem Wasser und jubelten überbordend.

Weiter Chancen auf das Final 8 in Belgrad

Mit nun acht Punkten hält sich Hannover in Gruppe B die Chance auf Platz vier hoch, der für das Final 8 in Belgrad berechtigt. Auf Platz vier mit zehn Zählern liegt OSC Budapest. Die Partie der Ungarn am Mittwoch gegen Spandau (vier Punkte) wurde abgesagt. Am 25. Januar empfängt Waspo die Rumänen aus Bukarest zum Rückspiel im Stadionbad.