19. Oktober 2018 / 12:52 Uhr

"Natürlich wollen wir Meister werden": Breite Brust bei Waspo 98 Hannover

"Natürlich wollen wir Meister werden": Breite Brust bei Waspo 98 Hannover

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos Julian Real (rechts) im Wasserkampf gegen Spandaus Mateo Cuk.
Waspos Julian Real (rechts) im Wasserkampf gegen Spandaus Mateo Cuk. © Florian Petrow
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Die neue Saison der Wasserball-Bundesliga beginnt. Clubchef Bernd Seidensticker blickt sehr optimistisch in die anstehende Spielzeit: „Wir sind mental stärker als Spandau.“ Das Ziel ist klar: Meisterschaft und Pokal sollen verteidigt werden. Dafür setzt Trainer Karsten Seehafer gezielt auf die Jugend. Ein Leistungsträger fehlt Waspo allerdings im Meisterschaftsrennen. 

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„Natürlich wollen wir wieder Meister werden. Alles andere würde uns ja eh keiner glauben“, sagt Clubchef Bernd Seidensticker. Triple-Sieger Waspo 98 Hannover startet am Sonntag um 19 Uhr im Stadionbad gegen den OSC Potsdam in die Bundesligasaison. „Dass wir die Gejagten sind, damit müssen und können wir leben“, sagt der Waspo-Vorsitzende.

In der Gruppenphase der Champions League lief es jedenfalls schon gut, Waspo erreichte bei Mladost Zagreb ein 11:11.

Vorzug für die Jugend

Der von Kooperationspartner White Sharks gewechselte Fynn Schütze erhielt dabei den Vorzug vor Luca Sekulic. „Beide sind sehr gut, aber alle können eben nicht spielen“, sagt Trainer Karsten Seehafer und hat damit ein erstes Zeichen für die Jugend ge­setzt. Schütze machte seine Sache ordentlich, einen Torabschluss wagte er bei seinem Debüt in der Königsklasse aber nicht.

"Die Mischung macht es"

„Es wäre naiv zu glauben, dass wir mit zehn Nachwuchsspielern be­stehen können“, betont Seidensticker und fügt hinzu: „Die Mischung macht es, und die stimmt bei uns. Wir haben ein Team, das sich super versteht.“

Die Bilder vom Wasserball-Pokalfinale der Herren.

Spielszene aus dem Pokalfinale der Herren zwischen Waspo 98 Hannover und WF Spandau 04. Zur Galerie
Spielszene aus dem Pokalfinale der Herren zwischen Waspo 98 Hannover und WF Spandau 04. ©
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Zwei Weltklasse Spieler in eigenen Reihen

Die Defensive vor Torwart Moritz Schenkel, der in der Form seines Lebens ist, bleibt das Prunkstück. Abwehrchef und DSV-Spielführer Julian Real räumte in Zagreb viel ab und erzielte zwei Tore. Beide sind aktuell Weltklasse. Waspo-Kapitän Predrag Jokic (35) hat ebenfalls bewiesen, dass er noch wichtig für das Team ist. Der mit allen Wassern gewaschene Center-Verteidiger hat ein exzellentes Auge und macht sich sogar auf der zentralen Angriffsposition gut.

Sorgen um Defensiv-Leistungsträger

Ein weiterer Defensivspezialist bereitet Hannover aber Sorgen: Nationalspieler Reiko Zech (23) kam vom OSC Potsdam. Er zog sich im Sommer eine Thrombose in der Wade zu und sollte eigentlich im Oktober wieder fit werden. „Das ist kompliziert, er be­kommt weiter blutverdünnende Mittel. Er wird sicher noch ein Vierteljahr fehlen, das dauert eben“, so Seidensticker.

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Der italienische Ex-Weltmeister Alex Giorgetti warf in Zagreb zwei wichtige Tore und ließ seine technische Klasse aufblitzen. Zudem bewies er Nehmerqualitäten, vor seinem Treffer zum 11:9 hatte er einen heftigen Schlag ins Gesicht bekommen. „Er braucht aber natürlich noch Bindung an das Spiel“, betont Seidensticker. Auch Center Ante Corusic erhielt einen Check, der Verdacht auf Nasenbeinbruch bestätigte sich jedoch nicht.

„Logisch, den Pokal wollen wir auch behalten“

In der Bundesliga-Hauptrunde A bleibt es beim Zweikampf zwischen Waspo und Vizemeister Spandau 04, der ASC Duisburg und Potsdam folgen deutlich dahinter. Diese vier Klubs dürften das Halbfinale erreichen. „Auch Spandau hat eine Top-Mannschaft. Aber wir sind mental stärker“, sagt Seidensticker. Für das Achtelfinale im DSV-Pokal ist Waspo gesetzt. „Logisch, den Pokal wollen wir auch behalten“, unterstreicht Seidensticker.

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