15. September 2021 / 15:53 Uhr

Eine Frage des Resultat: Waspo startet im Pokal in Hildesheim in die Saison

Eine Frage des Resultat: Waspo startet im Pokal in Hildesheim in die Saison

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Es läuft alles: Waspo-Coach Karsten Seehafer (rechts) freut sich auf den Start in die neue Saison.
"Es läuft alles": Waspo-Coach Karsten Seehafer (rechts) freut sich auf den Start in die neue Saison. © IMAGO/Nordphoto
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Vorgezogener Saisonauftakt für die Wasserballer von Waspo 98 Hannover. Im Pokal geht's am Donnerstag nach Hildesheim, bei Zweitligist Hellas ist's wohl nur eine Frage des Resultats. Coach Karsten Seehafer kann auf unverändertes Personal bauen, die Liga beginnt aber erst im November.

Vor 14 Jahren ist diese Aufgabe im deutschen Wasserball-Pokal in Hildesheim noch eine sehr spezielle gewesen. Damals war W98/Waspo im Umbruch, Gastgeber Hellas 99 träumte von einem Machtwechsel. Und manch ein Bundesligist habe sich das mehr oder weniger insgeheim ebenfalls ge­wünscht, sagt Trainer Karsten Seehafer rückblickend.

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Unter großem Druck siegte Waspo damals mit 17:5 und spülte die Krise einfach weg, von da an ging’s bergauf. In dieser vorgezogenen Partie des Achtelfinales am Donnerstag (20 Uhr) im Hildesheimer Spaßbad JoWiese wird aber vornehmlich Waspo 98 seine Freude haben. Für den deutschen Meister ist es nur eine Frage des Resultates gegen den Rivalen, der in der 2. Liga Nord spielt.

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Die Bundesligisten steigen erst in der zweiten Pokalrunde ein, für Waspo ist es der Saisonauftakt. Bis zuletzt hat die Mannschaft im Volksbad Limmer trainiert, dann ging es in die Halle. Das Pokalspiel in Hildesheim dürfte der letzte Auftritt im Freibad in diesem Jahr werden.

Die Bundesliga startet erst am 6. November, Waspo hat zum Auftakt im Stadionbad den ASC Duisburg zu Gast. „Es läuft alles“, sagt Seehafer. 20 Mann hat der Meister im Kader, sieben davon haben ein Doppelstartrecht für den Kooperationspartner White Sharks.

Zwei ehemalige Hildesheimer im Einsatz

Angesichts etlicher junger Spieler will Seehafer „eine neue Tempovariante in unser System bringen“. Für die Jungs sei das ein „Highlight, die wollen sich zeigen“, sagt Seehafer, der gegen Hellas mit den Brüdern Fynn und Linus Schütze zwei ehemalige Hildesheimer aufbietet. Abwehrspezialist Linus ist neu dabei und Juniorennationalspieler. Auswahlkeeper und Sportsoldat Moritz Schenkel hat im September einen Lehrgang mit der Bundeswehr, für ihn spielt Kevin Götz. Nach einer komplizierten Ellbogenverletzung ist es sein Comeback.

Personell hat sich bei Waspo nichts geändert, allerdings soll Ivan Nagaev eingebürgert werden. Der russische Linkshänder war vor zwei Jahren von Dynamo Moskau gekommen und soll das Nationalteam verstärken. Der Lindener holte beide Meistertitel, seit er in Deutschland ist. Den Pokal gewann er mit Waspo 2019.


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Bundesligist White Sharks Hannover startet erst am 28. September in den Pokal, im Achtelfinale geht es zur SG Neukölln. Die SpVg Laatzen aus der 2. Liga Nord empfängt am Samstag (17 Uhr, Aqualaatzium) den SV Würzburg 05.

In der Champions League beginnt die Gruppenphase für Waspo 98 in der Gruppe B am 20. November mit der Partie bei Jug Dubrovnik in Kroatien. Die weiteren Gegner sind in der Achtergruppe Spandau 04, Titelverteidiger Pro Recco aus Italien, CN Marseille, Steaua Bukarest und zwei noch zu ermittelnde Qualifikanten. Jeweils vier Teams pro Gruppe qualifizieren sich für das Final Eight, das vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 in Belgrad ausgetragen wird.