07. Mai 2021 / 10:57 Uhr

Kaum Zeit zum Abtrocknen: Für Waspo 98 geht's direkt in der Meisterschaft weiter

Kaum Zeit zum Abtrocknen: Für Waspo 98 geht's direkt in der Meisterschaft weiter

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach dem Supercup ist vor der Meisterschaft? Karsten Seehafer (links) und sein Team nehmen den nächsten Titel ins Visier.
Nach dem Supercup ist vor der Meisterschaft? Karsten Seehafer (links) und sein Team nehmen den nächsten Titel ins Visier. © Florian Petrow
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Nach dem ersten Titel der Saison blieb für Spieler und Trainer von Waspo 98 kaum Zeit zum Feiern, "es geht ja jetzt Schlag auf Schlag", so Coach Karsten Seehafer. Nach dem Supercup steht am Wochenende für den Meister das zweite Zwischenrundenturnier in der Bundesliga auf dem Programm.

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Gefeiert haben sie nur ganz kurz. Genau genommen gar nicht. So schön das auch war mit dem Gewinn des Supercups gegen den Erzrivalen Spandau 04. „Dafür blieb keine Zeit. Es geht ja jetzt Schlag auf Schlag“, sagte Trainer und Mäzen Karsten Seehafer.

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Die Wasserballer von Meister Waspo 98 brauchen sich in diesen Tagen eigentlich gar nicht abzutrocknen. Am Wochenende steht im Stadionbad das zweite Bundesliga-Zwischenrundenturnier an. Nächste Woche beginnen die Titel-Play-offs, am 19. Mai steigt schon die erste Finalpartie. „Wir sind fit und bereit, feiern können wir später“, so Seehafer.

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Der 51-jährige hatte selbst ein entspanntes und kühlendes Siegerbad genommen, machte mit den Spielern eine richtige Welle, nahm jeden in den Arm. Dann ließ sich Seehafer in Toter-Mann-Manier ein wenig in Rückenlage treiben, Waspos 8:6-Kraftakt gegen Spandau hatte auch ihn mitgenommen.

"Titel ohne Zuschauer zu feiern, fühlt sich blöd an"

Die Trophäe nahm Torwart Moritz Schenkel mit in die Nordstadt, wo etliche der Waspo-Spieler in einem Block wohnen. Auf 13 Paraden brachte es der Nationalkeeper, da war der Supercup bei ihm am besten aufgehoben. „Man hat gesehen, welche Klasse in jedem einzelnen Spieler von uns steckt“, so Schenkel.

Richtig glücklich war er aber nicht: „Titel ohne Zuschauer zu feiern, fühlt sich blöd an, das ging uns allen so.“ Zum vierten Mal am Stück hat Waspo in diesem Wettbewerb gegen Spandau gewonnen. „Den rücken wir so schnell nicht wieder raus“, sagte Präsident Bernd Seidensticker.

Der souveräne Schenkel und eine sehr gute Defensive waren entscheidend. „Und das wird im Kampf um die weiteren Titel so bleiben“, betonte Seehafer, „es wird derjenige Meister, der gegen die starken Abwehrreihen die höhere Durchschlagskraft entwickelt.“

Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04

Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04 Zur Galerie
Bilder vom Wasserball-Spiel um den Supercup zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04 © Florian Petrow

Im Kampf um Platz eins des Zwischenrundenturniers trifft Waspo am Samstag auf den OSC Potsdam (11 Uhr) und den ASC Duisburg (19 Uhr), am Sonntag endet die zweite Saisonphase mit dem erneuten Spandau-Duell um 12.30 Uhr.

„Wegen Corona ist es aber nicht so wichtig, ob du Erster oder Zweiter wirst“, so Seehafer, „es ist sportlich kaum von Belang.“ Der Sieger hätte in der Finalserie in einem möglichen fünften Spiel Heimrecht. Waspo dürfte zunächst nächste Woche im Halbfinale auf Duisburg oder Potsdam treffen.

Für die White Sharks Hannover steht nach nur drei Bundesligapartien Abstiegskampf an. Diese kuriose Situation ist der Pandemie geschuldet, die Saison wurde stark komprimiert. Die Sharks müssen am Samstag (16.30 Uhr) bei Bayer Uerdingen ran. Zwei Siege reichen, um die Hauptrunde A zu halten. Die Spiele zwei und nötigenfalls drei folgen in Hannover.