18. Juli 2019 / 16:07 Uhr

Waspos WM-Fahrer müssen gegen Italien ran - Von Platz eins bis drei ist alles möglich 

Waspos WM-Fahrer müssen gegen Italien ran - Von Platz eins bis drei ist alles möglich 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos Julian Real erzielte beim 10:2-Sieg gegen Brasilien drei Treffer. 
Waspos Julian Real erzielte beim 10:2-Sieg gegen Brasilien drei Treffer.  © imago images / Bernd König
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Für die WM-Fahrer von Waspo 98 Hannover geht die Weltmeisterschaft im südkoreanischen Gwangju in die entscheidende Phase. Nach dem Sieg gegen Brasilien, zu dem Waspos Julian Real drei Treffer beisteuerte, geht es am Freitag im finalen Gruppenspiel gegen Italien. Für die DSV-Auswahl ist von Platz eins bis drei noch alles möglich. 

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Den meisten Respekt haben die deutschen Wasserballer vor dem ehemaligen Weltmeister-Torhüter Slobodan Soro gehabt. Der Serbe spielt seit vier Jahren für Brasilien und ist mit seinen 41 Jahren noch immer in Topform. Als Julian Real von Waspo 98 Hannover mit einem Doppelschlag für die 3:0-Führung gesorgt hatte, da war Soro restlos bedient. Er schimpfte mit seinen Vorderleuten, obwohl ihm selbst bei Reals zweitem Streich der Ball durchgerutscht war. Die Deutschen entschieden die WM-Vorrundenpartie im südkoreanischen Gwangju früh für sich, am Ende hieß es 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4). Damit hat die DSV-Auswahl mindestens Rang drei und die am Sonntag beginnende Hauptrunde bereits sicher.

Real steuert drei Treffer bei

Kapitän Real erzielte insgesamt drei Treffer und war zufrieden mit dem Auftritt gegen überwiegend harmlose Brasilianer. Nach dem Wechsel verwalteten die Deutschen das Resultat, im vierten Abschnitt kam Waspos Schlussmann Kevin Götz zu seinem allerersten WM-Einsatz. Er zeigte drei Paraden und machte seine Sache ebenso ordentlich wie zuvor Vereinskollege Moritz Schenkel. Waspos vierter WM-Fahrer, Tobias Preuß, verwandelte einen Strafwurf zum Stand von 10:2.

Bester deutscher Torschütze war erneut Marko Stamm. Er kam nach dem Seitenwechsel trotz eines Bänderrisses zum Einsatz und traf fünfmal. Der Leistungsträger hatte das linke Sprunggelenk bandagiert und humpelte am Beckenrand entlang. „Er soll ja schwimmen und nicht laufen“, sagte Vater und Bundestrainer Hagen Stamm lakonisch und hob lieber den starken Auftritt der Mannschaft hervor.

Bilder vom Champions-League-Spiel Waspo 98 gegen AN Brecia

Darko Brguljan setzt zum Torwurf an.  Zur Galerie
Darko Brguljan setzt zum Torwurf an.  ©
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Gegen Italien geht es um viel

Nun geht es Freitag (5.30 Uhr) gegen die favorisierten Italiener im dritten und finalen Gruppenspiel um viel. Um Zweiter zu bleiben, reicht dem DSV-Team nach dem 9:9 zum Auftakt gegen Japan ein Remis oder eine Niederlage mit einem Tor oder zwei Toren Differenz bei mindestens acht eigenen Treffern. Japan verlor gestern nur mit 7:9 gegen den Olympiadritten Italien und dürfte morgen Brasilien ebenfalls schlagen. „Die Japaner spielen ein starkes Turnier, das sind Konditionsmaschinen“, attestiert der Bundestrainer. Auf den Zweitplatzierten warten in der Hauptrunde Südafrika oder Neuseeland, beides sind leichte Aufgaben.

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Duell mit Spanien droht

Rutschen die Deutschen allerdings auf Platz drei ab, bedeutet dies im Überkreuzvergleich mit dem Zweiten der Gruppe C ein Duell mit Spanien. Der Gewinner zieht ins Viertelfinale ein. Das könnte Deutschland aber sogar noch direkt erreichen – mit einem morgigen Erfolg gegen den bisher enttäuschenden Tabellenführer Italien. Viel Selbstvertrauen habe der Olympia-Dritte nicht getankt, könnte sich aber rehabilitieren wollen. „Für uns ist das Risiko und Chance zugleich“, so Stamm.

„Wir könnten schon durch sein, das ist ärgerlich“, sagte Real angesichts des Unentschiedens gegen Japan. „Jetzt müssen wir gegen Italien alles raushauen, und das wird auf jeden Fall brutal schwer.“

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