09. Januar 2020 / 16:22 Uhr

Mit fünf Hannoveranern: Wasserballer sind noch nicht EM-fit 

Mit fünf Hannoveranern: Wasserballer sind noch nicht EM-fit 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steht im Mittelpunkt: Torwart Moritz Schenkel von Waspo
 (hier beim Länderspiel gegen Ungarn). 
Steht im Mittelpunkt: Torwart Moritz Schenkel von Waspo (hier beim Länderspiel gegen Ungarn).  © imago images/Hentschel
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Die Vorbereitung der Wasserballer auf die EM läuft schleppend. Die Form passt noch nicht. Mit dabei sind auch fünf Hannoveraner, die um einen Platz im endgültigen Aufgebot kämpfen. Deutschland spielt in der Vorrunde gegen Kroatien, die Slowakei und Montenegro. 

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Noch läuft es alles andere als flüssig bei den deutschen Wasserballern. Die Vorbereitung auf die anstehende EM in Budapest war von Rückschlägen geprägt, zuletzt verlor die DSV-Auswahl bei einem Vier-Nationen-Turnier in Montenegro alle Spiele deutlich. „Wir haben noch nicht vernünftig zusammengefunden, das muss jetzt schnell passieren“, sagt Torhüter Moritz Schenkel von Pokalsieger Waspo 98 Hannover. In Berlin bereiten sich die Deutschen noch bis Freitag vor, am 12. Januar beginnt das Turnier in Ungarn, am Dienstag (14.30 Uhr) heißt der erste Gegner Kroatien.

Die Bilder vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau

Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. Zur Galerie
Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. ©

„Tobi fehlt uns sehr. Wir sind eben nicht so breit aufgestellt, dass wir solche Spieler entbehren können.“

Mit Vizeweltmeister Spanien trainiert die deutsche Auswahl, zum vorläufigen Kader von noch 16 Mann gehören fünf Hannoveraner. Neben Schenkel sind das Kevin Götz, Julian Real und Reiko Zech (alle Waspo) sowie der erst 17-jährige Linkshänder Niclas Schipper von den White Sharks. Am Freitag muss Bundestrainer Hagen Stamm entscheiden, mit welchen 13 Spielern er zur EM fährt – nur Schenkel und DSV-Kapitän Real dürften aus Hannover als gesetzt gelten.

Etliche Spieler wie die Berliner Marko Stamm, Ben Reibel und Denis Strelezkij waren verletzt und haben noch Trainingsrückstand. Waspos Tobias Preuß meldete sich zu Beginn der Vorbereitung mit einem Schulterschaden ab. „Tobi fehlt uns sehr. Wir sind eben nicht so breit aufgestellt, dass wir solche Spieler entbehren können“, sagt Schenkel. Vor allem offensiv haperte es zuletzt. „Einige sind vielleicht zu erschöpft, die Belastung war hoch“, mutmaßt Schenkel.

"Endspiel" gegen die Slowakei

Deutschland trifft in der Vorrunde auf Favorit Kroatien (Dienstag, 14.30 Uhr), die Slowakei (Donnerstag, 10 Uhr) und Montenegro (17.30 Uhr). Gruppenplatz zwei würde in der Zwischenrunde eine lösbare Aufgabe bringen – gegen die Türkei oder Malta. Andernfalls warten mit Ungarn oder Vizeweltmeister Spanien Schwergewichte.

So weit plant Schenkel nicht. „Wir haben ein Endspiel gegen die Slowakei, so sieht es aus“, sagt der Schlussmann. Von Platz zwei mag Schenkel nicht sprechen „in der aktuellen Form“. Zuletzt gab es gegen Montenegro eine 11:19-Niederlage, die Slowakei ist nominell das schwächste Team in Pool A. Verlieren ist verboten, das Aus hätte fatale Konsequenzen.

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Nur der Sieger löst das Ticket für Tokio

In Ungarn geht es für den DSV in erster Linie um die vier freien Plätze für das Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam Ende März. Nur der Europameister löst das Ticket für Tokio, einige Nationen wie Weltmeister Italien und Weltliga-Gewinner Serbien sind gesetzt. „Olympia ist und bleibt unser ganz großes Ziel. EM-Platz neun sollte für Rotterdam reichen“, so Schenkel. Schaffen es die Deutschen nicht nach Holland, droht eine Kürzung der finanziellen Mittel, die 2019 nach WM-Platz acht spürbar aufgestockt worden waren.