03. Oktober 2019 / 17:55 Uhr

Erstes Spiel, erster Titel: Waspo 98 sichert sich Supercup im Fünf-Meter-Schießen

Erstes Spiel, erster Titel: Waspo 98 sichert sich Supercup im Fünf-Meter-Schießen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspo 98 Hannover feiert den ersten Titel der Saison - den Supercup.
Waspo 98 Hannover feiert den ersten Titel der Saison - den Supercup. © privat
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Das erste Kräftemessen zwischen den beiden deutschen Wasserball-Giganten hat Waspo 98 Hannover für sich entschieden. Im Supercup setzte sich die Mannschaft von Karsten Seehafer bei den Wasserfreunden 04 Spandau mit 21:20 nach Fünf-Meter-Schießen durch.

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Karsten Seehafer ist mit einem erleichterten Lächeln ins Becken gesprungen in der Schöneberger Schwimmhalle. Die Taschen hatte er sich vor dem Siegerbad leer geräumt. „Ich mach' das ja nicht zum ersten Mal“, sagte der Trainer der Wassersportfreunde 98. Hannovers Wasserballer verteidigten in Berlin den Supercup, schlugen Meister WF Spandau 04 mit 21:20 nach Fünf-Meter-Schießen. (5:5, 4:4, 5:5, 1:1, 5:4). „Der erste Titel geht an uns, das war schon klasse“, stellte Seehafer nach einer bemerkenswerten Partie fest.

Neue Regeln, viele Strafzeiten und Tore

5:5 hat es nach dem ersten Viertel gestanden. Das hätte in der vergangenen Saison der Endstand sein können zwischen Waspo 98 und den Wasserfreunden Spandau 04. Aber die neuen Regeln, erstmals bei der Weltmeisterschaft in Japan erprobt, machen es den Abwehrreihen schwer.

Es gibt viel mehr Strafzeiten, mehr Fünf-Meter-Strafwürfe und dadurch eine Torflut. „Aber die Schiedsrichter haben nicht so gepfiffen wie die bei der WM, sie waren viel kleinlicher“, bemerkte Co-Trainer Karl-Heinz Windt. „Das haben die Berliner hinterher auch gesagt. Die Unparteiischen waren das große Thema.“

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Im dritten Viertel setzte sich Waspo auf 12:9 ab, die Berliner zeigten sich aber kampfstark. „Wir konnten das nicht stabilisieren“, so Seehafer. Der russische Neuzugang Ivan Nagaev (fünf Tore) überzeugte ebenso wie der kroatische Olympiasieger von 2012, Petar Muslim, der für etliche Spandauer Strafzeiten verantwortlich war. „Beide bärenstark, einfach klasse. Aber wir hatten ohnehin keine Ausfälle“, so Seehafer.

Spandaus Ersatztorwart muss im Feld ran

Kurios: Durch die vielen Hinausstellungen waren die Berliner im vierten Abschnitt gezwungen, Ersatztorwart Florian Thom als Feldspieler zu bringen. 51 Sekunden vor Schluss glich Darko Brguljan für Waspo aus, im Schlussviertel ging bei beiden Teams nicht mehr viel. Aus fünf Metern trafen dann alle Waspo-Werfer, der Berliner Mateo Cuk traf nur die Querlatte. „Sicher ist das dann immer etwas Glück. Das hatten heute wir. Klar ist aber: Das wird eine sehr interessante Saison“, kommentierte Seehafer.

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