09. März 2019 / 20:12 Uhr

Hitzig: Waspo 98 hadert mit den Abschlüssen - Spandau übernimmt die Liga-Spitze

Hitzig: Waspo 98 hadert mit den Abschlüssen - Spandau übernimmt die Liga-Spitze

Stefan Dinse
Waspos 
Marin Ban kneift die Augen zu, während er einen erneuten Spandauer Gegentreffer hinnehmen muss.
Es war nicht der Tag von Waspo 98: Marin Bans Gesichtsausdruck spricht Bände. © Florian Petrow
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Im Stadionbad Hannover lieferten sich die beiden Champions-League-Teilnehmer Waspo 98 und WF Spandau 04 ein erwartet intensives Duell, welches am Ende an die Berliner ging. Waspo-Trainer Karsten Seehafer war bedient, der Pfosten machte seinen Wasserballern ganz schön zu schaffen.

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Den Heimvorteil in der Finalserie hat Waspo 98 quasi selbst versenkt. Der Wasserball-Meister unterlag im Stadionbad den WF Spandau 04 mit 7:9. Damit ist den Berlinern Platz eins in der Bundesliga nicht mehr zu nehmen. In den Endspielen um den Titel hätte Spandau in der entscheidenden fünften Begegnung Heimrecht. „Das haben wir verloren, nicht Spandau gewonnen“, sagte Coach Karsten Seehafer.

Griffiges Duell der Spitzenteams

DSV-Kapitän Julian Real erzielte ohne Kappe das 1:0, er hatte sie vorher im Zweikampf eingebüßt. Es ging ordentlich zur Sache, die Spandauer versuchten es zunächst mit einer Pressdeckung über das ganze Feld. Nach dem Ausgleich der Berliner und etlichen verpassten Chancen auf beiden Seiten glückte Darko Brguljan das 2:1 für den Meister. Kurz vor Ablauf der Angriffszeit im Überzahl drückte er den Ball über die Linie.

Bilder zum Spitzenspiel Waspo 98 gegen WF Spandau 04 (7:9):

Waspo-Spandau Karsten Seehafer kann nicht hinsehen. Zur Galerie
Waspo-Spandau Karsten Seehafer kann nicht hinsehen. ©
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Waspos Pfostenpech ist Spandaus Glück

Den zweiten Durchgang eröffneten die Gäste mit dem 2:2 und einem Strafwurf, den der starke Waspo-Schlussmann Moritz Schenkel an den Pfosten lenkte – im Nachsetzen erzielte Spandaus Nikola Dedovic das 3:2 für die Gäste. Erneut haperte es im Ausnutzen der Strafzeiten bei Waspo. Als Schenkel einen Ball noch berührte, es aber eine keine Ecke gab, protestierte Spandaus Laszlo Baksa lautstark, was wiederum Waspos Vorsitzenden Bernd Seidensticker auf den Plan rief. Er schimpfte mit dem Schiedsrichter, insgesamt blieb es aber recht ruhig. Dreimal am Stück hatte Waspo dann Pfostenpech, Spandau nutzte das zum 4:2-Halbzeitstand.

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Schenkel ragt heraus - und war sauer

Im dritten Abschnitt verkürzte Jorn Winkelhorst auf 3:4, es war die erste Aktion, bei der Hannover Wurfglück hatte. In der Folge überzeugten beide Teams offensiv nicht, ihnen fiel wenig ein. Winkelhorst glich nach einer schnellen Aktion aus, zumindest blieb es spannend. Schenkel hielt die Gastgeber in der Partie, beim 4:5 war er jedoch machtlos. Zwei Sekunden vor der letzten Pause traf Lucas Gielen aus der Distanz zum 6:4 für den Rekordmeister – dieser Treffer tat Waspo besonders weh. „Spielt Wasserball“, rief Schenkel seinen Vorderleuten wiederholt zu.

Bezeichnend: Waspo 98 im Pfostenpech gegen WF Spandau 04

Glatt Rot: Reibel fliegt

In den finalen Durchgang ging es mit einem schlecht verteidigten Konter, Spandau erhöhte auf 7:4. Per Gewaltwurf verkürzte Aleksandar Radovic, Brguljan glückte gar das 6:7. Es wurde nun hektischer und lauter. Spandaus Präsident Hagen Stamm und Seidensticker echauffierten sich oft, Berlin Ben Reibel sah wegen Meckerns sogar Rot. Zwei Minuten vor Abpfiff war alles klar, als Schenkel (insgesamt 13 Paraden) einen Distanzwurf zum 6:9 kassierte.

Schenkels Ärger über Stamms Protest

Real traf postwendend zum 7:9, mehr wollte nicht gelingen. Etwas zum Hinhören gab es freilich noch. In der Schlussphase war Stamm mit einer Entscheidung nicht einverstanden, was wiederum Schenkel gar nicht passte. „Hör auf, so einen Bullshit zu reden“, fuhr er den Bundestrainer an. Es war die letzte bemerkenswerte Aktion. Und hinterher vertrugen sich Stamm und Schenkel sofort wieder. Immerhin steht am Dienstag das wichtige Weltliga-Spiel gegen Russland (in Hamm) an.

Waspos Nackenschlag: Das zwischenzeitliche 6:4 für WF Spandau

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