30. August 2020 / 19:50 Uhr

Waspo 98 gewinnt auch das Rückspiel gegen die White Sharks - Spandau wartet im Finale

Waspo 98 gewinnt auch das Rückspiel gegen die White Sharks - Spandau wartet im Finale

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos Aleksandar Radović versucht, ein Tor zu erzielen.
Waspos Aleksandar Radović versucht, ein Tor zu erzielen. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Die White Sharks Hannover waren auch im zweiten Halbfinalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Waspo 98 chancenlos. Immerhin: Nach dem 5:23 im Hinspiel war es dieses Mal etwas knapper (7:21). Die Sharks spielen nun gegen den OSC Potsdam um Bronze, Waspo kämpft gegen Spandau 04 in einer Best-of-Five Serie um die deutsche Meisterschaft. 

Anzeige

Als Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker seinen erst wenige Monate alten Enkelsohn Liam im ersten Spielviertel wieder absetzte, hatte sein Team das Kind bereits geschaukelt. Auch das zweite Wasserball-Derby im Volksbad Limmer lief überaus entspannt, Waspo bezwang die White Sharks im Halbfinalrückspiel um die Meisterschaft mit 21:7 (5:0, 5:3, 4:2, 7:2) und hat die Finalserie erreicht. Die Haie spielen gegen den OSC Potsdam um Bronze. „Das war schon sehr, sehr gut“, lobte Seidensticker und wandte sich strahlend an seinen Enkel: „Und du, du wirst bestimmt mal Bundeskanzler.“

Bilder vom zweiten Halbfinale um die deutsche Wasserball-Meisterschaft zwischen Waspo 98 und den White Sharks

Waspos Ivan Nagaev wirft aufs Tor. Zur Galerie
Waspos Ivan Nagaev wirft aufs Tor. ©

Waspo nach konzentrierter Leistung "bereit für Spandau"

Waspo regierte, um im Bild zu bleiben, vor rund 200 Zuschauern gegen den Kooperationspartner durch und führte bereits nach 23 Sekunden. „Insgesamt wieder eine konzentrierte Leistung, wir sind bereit für Spandau“, sagte Coach Karsten Seehafer, das erste Duell mit den Sharks am Freitag hatte Waspo mit 23:5 gewonnen.

Sprecher Frank Glaubitz kündigte Waspo schon mal als den kommenden Meister an, danach begrüßte er den kroatischen Neuzugang Marko Macan in dessen Landessprache. Weltmeister Macan quittierte das mit einem Lächeln. „Ein hervorragender Spieler, Marko macht uns noch stärker“, lobte sein russischer Mitspieler Ivan Nagaev, der mit fünf Treffern erneut bester Werfer war.

Wir haben uns mehr bewegt und das gespielt, was wir uns vorgenommen haben, aber letztlich hast du es dann mit Olympiastars zu tun."

Die Sharks zeigten sich besser als im ersten Vergleich, der 17-jährige Torwart Felix Benke hatte einige gute Szenen und wehrte einen Strafwurf Nagaevs ab. Ben Aust (18 Jahre) war zweimal erfolgreich. „Wir haben uns mehr bewegt und das gespielt, was wir uns vorgenommen haben“, so Sharks-Kapitän Marvin Götz, „aber letztlich hast du es dann mit Olympiastars zu tun.“

Nun gelte es, gegen Potsdam wieder anzugreifen, Rang drei wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Zufrieden zeigte sich zudem Uwe Brinkmann, ein Vizepräsident des Deutschen Schwimm-Verbandes, der das Hygienekonzept ausgearbeitet hat. Die wegen der Corona-Pandemie abgebrochene Saison war unter Führung des DSV neu aufgenommen worden. „Das Experiment ist geglückt. Was daraus wird, muss man abwarten“, so Brinkmann.

Mehr Berichte aus der Region

Bilder vom zweiten Halbfinale um die deutsche Wasserball-Meisterschaft zwischen Waspo 98 und den White Sharks

Waspos Ivan Nagaev wirft aufs Tor. Zur Galerie
Waspos Ivan Nagaev wirft aufs Tor. ©

Mittwoch steigt das erste Spiel gegen Spandau

Zum ersten Spiel der Best-of-Five-Serie erwartet Waspo am Mittwoch (18 Uhr, Volksbad Limmer) Spandau 04, wiederum sind maximal 300 Zuschauer zugelassen. Die Sharks treten zweieinhalb Stunden später in Potsdam an, zwei Siege reichen in dieser Serie für Rang drei.

Waspo-Tore: Nagaev 5, Real 4, D. Brguljan 2, Schütze 2, Radovic 2, Preuß, Macan, Zech, Winkelhorst je 1.

Sharks-Treffer: Aust 2, J. Rotermund, Kubisch, Froreich, Hülshoff, Dolff je 1.