23. Mai 2019 / 20:42 Uhr

Waspo 98 will in den Meisterschafts-Play-offs nach Auftaktniederlage „nicht lange zetern“

Waspo 98 will in den Meisterschafts-Play-offs nach Auftaktniederlage „nicht lange zetern“

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Erik Bukowski trifft für Waspo 98.
Erik Bukowski trifft für Waspo 98. © Florian Petrow
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Das erste Meisterspiel hat Waspo 98 gegen Wasserfreunde Spandau verloren. Baustellen taten sich während der Niederlage im Volksbad Limmer vorn und hinten auf. Es gibt aber auch Positives: Nationalspieler Reiko Zech kehrt ins Team von Trainer Karsten Seehafer zurück.

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Nein, von einem Fluch spricht noch niemand. Trotzdem wirkt es fast wie verhext. Im Volksbad Limmer können Waspos Wasserballer gegen Spandau offenbar nicht mehr gewinnen, wenn es um den Titel geht. Vor zwei Jahren, am 14. Juni, erlebte Waspo vor 1.000 Fans in dem Freibad eine bittere 8:12-Niederlage. Die Meisterserie ging mit 1:3 verloren. Das erste Spiel hatte Waspo im Stadionbad gespielt. Ein Jahr später klappte es zwar mit dem Titel, aber Waspo spielte erneut nur im Stadionbad.

Am Mittwoch setzte es beim 9:10 die nächste Pleite im Volksbad. Der letzte Triumph: 1993, als Waspo den Titel holte. „Das habe ich auch gedacht und musste schmunzeln“, sagt Trainer Karsten Seehafer. Sein Team muss nun nach dem 0:1-Rückstand am Wochenende mindestens eines der beiden Spiele in Berlin gewinnen, um die Best-of-Five-Serie zurück nach Hannover zu holen – ins Volksbad Limmer, denn das Stadionbad ist weiter gesperrt.

Bilder vom ersten Finalspiel zwischen Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04

Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. Zur Galerie
Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. ©
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„Wir sind in den Play-offs, da muss man so ein Spiel schnell abhaken und darf nicht lange zetern“

Seehafer schaute sich gestern mit seinen Spielern die Partie noch mal auf Video an. Es war nicht alles schlecht. Aber Waspo versemmelte zu viele Möglichkeiten. Rekordmeister Spandau nutzte hingegen seine wenigen Chancen eiskalt. „Wenn wir im ersten Viertel 3:1 oder 4:2 führen, dann läuft das Spiel anders“, sagt Seehafer. Tatsächlich lag Hannover aber 2:3 hinten, zur Pause sogar 4:7. „Wir waren nicht so griffig, nicht so konsequent wie noch im Pokalfinale in Düsseldorf“, als Waspo gegen Spandau gewann.

„Wir müssen im Angriff besser werden, die Chancen nutzen“, sagt Waspo-Star Darko Brguljan. „Wir müssen defensiv besser werden“, sagt Abwehrchef Julian Real. Baustellen also auf beiden Seiten. „Um den Angriff mache ich mir weniger Sorgen“, sagt Seehafer, „aber defensiv müssen wir stabil sein, von Beginn gegen jeden Gegentreffer arbeiten.“

Der Trainer weiß, am Ende ist „das bedingungslose Wollen entscheidend“. Seehafer blickt nach vorn: „Wir sind in den Play-offs, da muss man so ein Spiel schnell abhaken und darf nicht lange zetern.“

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Nationalspieler Zech wieder im Kader

Auch Aleksandar Radovic ist nicht dafür bekannt, lange zu grübeln. Noch so ein mieses Spiel wie am Mittwoch wird dem Waspo-Ballermann nicht passieren. Radovic kam so gut wie gar nicht zum Wurf. Und wenn doch, blieb es ungefährlich. Null Tore – eine extrem seltene Ausbeute für den Montenegriner. Seehafer setzt natürlich weiter auf ihn. Eine Kaderänderung ist jedoch sicher: Reiko Zech wird am Samstag (16 Uhr) spielen. Seehafer hatte im ersten Spiel noch auf den Nationalspieler verzichtet – ausgerechnet an dessen 24. Geburtstag. Spiel drei ist Sonntag (14 Uhr), Spiel vier wäre Mittwoch (19 Uhr) in Limmer.

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