14. März 2019 / 17:04 Uhr

Waspo 98 droht in der Champions League bei Jug Dubrovnik erheblicher Wasserschaden

Waspo 98 droht in der Champions League bei Jug Dubrovnik erheblicher Wasserschaden

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er ist bedient: Waspos Schlussmann Moritz Schenkel hat ein Tor kassiert. In der Champions League steht die sehr schwere Partie in Dubrovnik an.
Er ist bedient: Waspos Schlussmann Moritz Schenkel hat ein Tor kassiert. In der Champions League steht die sehr schwere Partie in Dubrovnik an. © Florian Petrow
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Dass der deutsche Wasserball-Meister Waspo 98 Hannover ausgerechnet in Kroatien punktet, ist nicht anzunehmen. Gastgeber Jug Dubrovnik hat in dieser Saison in der Gruppenphase noch nicht verloren. Waspos Bundesliga-Frauen stehen vor einer interessanten Partie gegen Spandau 04.

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Moritz Schenkel muss nun im Wortsinn durchhalten. Der Wasserball-Torwart des deutschen Meisters Waspo 98 kann in den nächsten Wochen und womöglich für den Rest der Saison keine Auszeit mehr nehmen. Kevin Götz, wie Schenkel Nationaltorhüter, hat sich den kleinen Finger gebrochen. Er ist zwar noch mitgeflogen nach Kroatien, kann in der Champions-League-Partie am Freitag (19 Uhr) gegen Jug Dubrovnik aber nur zuschauen. Beim Tabellenführer in Pool B droht Waspo erheblicher Wasserschaden.

Beim Training des Nationalteams vor der Weltliga-Partie gegen Russland (10:18) prallte ein Ball vom Innenpfosten ab und traf Götz unglücklich. Vier bis fünf Wochen darf er nicht ins Tor. „Das ist eine gefühlte Ewigkeit“, sagt der Keeper. Immerhin liegen die Knochenstücke günstig, der 26-Jährige dürfte um eine Operation herumkommen. Ob er zu den Play-offs fit ist, bleibt aber abzuwarten.

Überzahlspiel lief zuletzt schlecht

Immerhin sind mit Tobias Preuß und Aleksandar Radovic zwei zuletzt erkrankte Auswahlspieler wieder fit. „Dass wir in Dubrovnik etwas holen, ist aber utopisch“, sagt Waspo-Chef Bernd Seidensticker. „Das ist das eine raue See dort, da kann man untergehen.“ Jug ist ungeschlagen, spielte nur bei Titelverteidiger Olympiakos Piräus unentschieden. In Hannover siegten die Kroaten mit 14:7, Waspo teilt sich mit Jadran Split Rang sieben „Wir haben etwas gutzumachen. Überzahl lief in den letzten Spielen nicht – und Konter wollen wir auch keine bekommen“, sagt der Montenegriner Darko Brguljan.

In der Bundesliga-Hauptrunde B beenden die White Sharks Hannover am Sonnabend (18 Uhr) die Punktspiele bei Rhenania/Poseidon Köln. Platz eins ist den Haien nicht zu nehmen.

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Spandaus Frauen kommen mit Marc Politze

Das Duell zwischen Waspo 98 und Spandau 04 wird auch bei den Frauen spannender. Am Samstag steht in der Bundesliga (15.30 Uhr, Sportleistungszentrum) das finale Punktspiel für Waspo an. Die Gäste kommen mit einem guten Bekannten: Ex-Hannoveraner Marc Politze wird Spandaus Frauen trainieren, da Coach Marko Stamm als Käpitän der Männer in der Champions League spielt.

Der 41-jährige Politze hat bei der SpVg Laatzen mit Wasserball begonnen, holte mit Waspo 1998 den Pokal und wechselte 2002 nach Berlin. Zwischen 1997 und 2013 brachte es der Hüne auf 407 Länderspiele. Er ist mit Melanie Stamm verheiratet, der Tochter des Bundestrainers. Das Paar hat zwei Kinder. „Hauptsache, wir gewinnen auch“, flachst Politze.

Das Hinspiel hatte Waspo mit 15:10 gewonnen, seitdem hat sich Spandau gesteigert und ist auf Platz drei hinter Hannover vorgerückt. Mit Torfrau Victoria Chamorro aus Brasilien und Hosoya Kano aus Japan hat Berlin in der spielfreien Zeit zwei Nationalspielerinnen verpflichtet. „Spandau ist dadurch klar favorisiert und greift wie bei den Männern nach der Meisterschaft“, sagt Waspo-Co-Trainer Ralf Schuff. Platz drei ist Waspo zwar nicht mehr zu nehmen, in den Halbfinal-Play-offs wird der Gegner aber erneut Spandau heißen. Der Weg ins Endspiel scheint verbaut. „Unser Ziel sind die Medaillenränge“, so Schuff.

Bilder zum Spitzenspiel Waspo 98 gegen WF Spandau 04 (7:9):

Waspo-Spandau Karsten Seehafer kann nicht hinsehen. Zur Galerie
Waspo-Spandau Karsten Seehafer kann nicht hinsehen. ©
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