17. März 2019 / 15:39 Uhr

Waspo-Frauen gehen gegen Spandau unter - White Sharks müssen sich steigern

Waspo-Frauen gehen gegen Spandau unter - White Sharks müssen sich steigern

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nichts zu halten für Waspo-Torhüterin Kimberley Sebesta
Nichts zu halten für Waspo-Torhüterin Kimberley Sebesta © Florian Petrow
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Nichts zu holen: Die Frauen von Waspo 98 verlieren gegen Spandau 04 deutlich. Ex-Hannoveranerin Belen Vosseberg trifft neun mal gegen den Ex-Verein. Die Männer der White Sharks haben die Bundesliga-Hauptrunde mit einem Sieg beendet.

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An dieser Spielerin hängt sehr viel: Belen Vosseberg hat in der vergangenen Saison noch für Wasserball-Vizemeister Waspo 98 Tore erzielt. Aber die Berlinerin war das Pendeln leid, zumal ihr Freund Marko Stamm Kapitän der Wasserfreunde Spandau 04 ist.

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"Spandau kann sich im Prinzip nur selbst schlagen"

Der baute als Coach flugs ein Team auf, und das dürfte in dieser Saison nicht zu stoppen sein. Waspo musste sich mit 5:16 (1:5, 2:4, 2:3, 0:4) beugen. „Spandau kann sich im Prinzip nur selbst schlagen. Wir müssen abgeklärter werden, dann können wir sie zumindest ärgern“, räumte Waspos Co-Trainer Ralf Schuff ein.

Vosseberg ist nicht zu stoppen

Vosseberg warf neun Tore, schwamm etliche Konter. Bei den Gästen war Ex-Hannoveraner Marc Politze (41) als Coach für Stamm eingesprungen. „Klar, wir wollen jetzt alle Titel. Auch mit den Männern“, sagte der 417-fache Nationalspieler lachend.

Mit Schuff hatte Politze 1998 für Waspo den Pokal geholt, auch die ehemaligen Mitstreiter Manuel Bala und Lars Tomanek waren im Sportleistungszentrum. „Ein schöner Ausflug war das und ein schönes Wiedersehen“, so Politze, der nicht mehr oft in der alten Heimat ist.


Vor dreieinhalb Monaten ist er zum dritten Mal Vater geworden, der Sohn heißt Neo. Die Mutter ist Melanie Stamm, Tochter des Wasserball-Bundestrainers Hagen und Schwester von Marko - die familiären Bande bei Spandau sind stark. Im Play-off-Halbfinale wird Waspo erneut auf die Berlinerinnen treffen.

"Wir werden uns steigern müssen"

Die Männer der White Sharks haben die Bundesliga-Hauptrunde B mit einem 11:8 (5:1, 0:1, 6:2, 0:4) bei der SGW Rhenania/Poseidon Köln beendet. „Das war sehr wechselhaft. In zwei Vierteln nicht zu treffen, das spricht für sich“, sagte Kapitän Marvin Götz. Die Punkte werden in die Aufstiegsrunde aber ohnehin nicht mitgenommen – die Haie waren längst qualifiziert. Bester Mann im Wasser war Sharks-Keeper Dominik Schimanski.

Mit den Sharks sind der SV Ludwigsburg, Köln und Bayer Uerdingen dabei, aus der Hauptrunde A kämpfen die SG Neukölln und Duisburg 98 gegen den Abstieg. „Wir werden uns steigern müssen, um einen der beiden freien Plätze zu erreichen“, betonte Götz.

In der Pokalendrunde in Düsseldorf treffen die Sharks im Halbfinale auf Cupverteidiger Waspo 98, zudem hat es Spandau 04 mit dem ASC Duisburg zu tun.