03. Februar 2021 / 19:30 Uhr

Trockenzeit für Wasserballer vorbei: Supercup im März, Modus der Bundesliga noch unklar

Trockenzeit für Wasserballer vorbei: Supercup im März, Modus der Bundesliga noch unklar

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bald wieder im richtigen Element:
 Die Wasserballer von Meister Waspo 98  können wohl im März wieder Bundesliga spielen.
Bald wieder im richtigen Element: Die Wasserballer von Meister Waspo 98  können wohl im März wieder Bundesliga spielen. © Stefan Trümper
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Im März soll die Bundesliga für Waspo 98 und die White Sharks beginnen, bereits am 13. Februar wird es Vorbereitungsturniere geben, eins davon in Hannover.

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Es sind gar nicht so wenige Wasserball-Bundesliga-Teams, die seit rund einem Jahr wegen Corona auf dem Trockenen sitzen. Zwar zählt Meister Waspo 98 nicht dazu, und auch die ­White Sharks Hannover haben im letzten Sommer zumindest ein bisschen gespielt.

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„Aber diese ewige Pause zieht unseren Sport doch in die Tiefe. Höchste Zeit, dass der DSV reagiert hat“, sagt Waspo-Präsident Bernd Seidensticker. Im März soll die Bundesliga beginnen, bereits am 13. Februar wird es Vorbereitungsturniere geben, eins davon in Hannover.

Bilder vom ersten Halbfinale um die deutsche Wasserball-Meisterschaft zwischen den White Sharks und Waspo 98 Hannover

Ante Corusic von Waspo 98 ist umzingelt von Weißen Haien.  Zur Galerie
Ante Corusic von Waspo 98 ist umzingelt von Weißen Haien.  © Debbie Jayne Kinsey

Zwei Turniere in Hannover

Neben dem Meister und den White Sharks machen der Bundesliga-Dritte OSC Potsdam mit, dazu aus der A-Gruppe der Bundesliga der SV Ludwigsburg, ASC Duisburg, SSV Esslingen und die SG Neukölln sowie als einziger Vertreter der B-Gruppe der SV Krefeld 72.

Am ersten Turnierwochenende in Hannover sind Potsdam und Duisburg dabei, gespielt werden soll im Stadionbad. Weder die Sharks noch Waspo reisen, am 20. und 21. Februar ist ein weiteres Turnier in der niedersächsischen Landeshauptstadt angesetzt. „Wir sind und bleiben in einer Blase und können damit gut leben“, betont Seehafer. Bisher hatten weder Waspo noch Sharks einen Corona-Fall.


"Wir dümpeln hinterher"

Zuletzt hatte der Meister mit dem Nationalteam in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf getestet, weil die DSV-Auswahl vorsichtshalber die Teilnahme am Vier-Nationen-Turnier in Montenegro abgesagt hatte. „Das war prima für uns. Aber die Chance hatten ja die anderen Teams nicht“, so Seehafer und sorgt sich ebenso um das Niveau in Deutschland wie Seidensticker. Der sagt: „Die großen Nationen haben trotz Corona gespielt, wir dümpeln hinterher.“

Die Quittung bekamen Waspo und Pokalsieger Spandau 04 in der Champions League, die deutschen Topklubs blieben im ersten Abschnitt mit drei Partien punktlos. „Da waren wir schlecht, uns haben einfach die Spiele gefehlt“, sagt Peter Muslim, Waspos kroatischer Olympiasieger, „aber ich denke, im März werden wir viel besser sein.“ Dann steht auch der zweite Turnierabschnitt der Champions League an.

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Andere wollen, können aber nicht

Dass sich nicht noch mehr Erstligisten an der Saisonvorbereitung beteiligen, ist den unterschiedlichen Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern geschuldet. Interesse hätten alle gehabt, sagt Bundesliga-Rundenleiter Holger Sonnenfeld: „Einige haben aktuell gar kein Becken zur Verfügung, während andere regelmäßig trainieren können.“

Die neue Saison, glaubt Seehafer, wird verkürzt und an wenigen Wochenenden ausgespielt. „Wir sind jedenfalls froh, Praxis zu bekommen“, betont Sharks-Kapitän Marvin Götz. „Das Corona-Loch war ja in Hannover nicht so groß, wir dürfen seit Wochen trainieren. Das empfinde ich als Privileg in dieser Zeit.“