19. November 2019 / 12:36 Uhr

Punkte müssen her: Waspo 98 will bei Mladost Zagreb endlich mal überraschen

Punkte müssen her: Waspo 98 will bei Mladost Zagreb endlich mal überraschen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Trainer Karsten Seehafer (Mitte) hofft auf eine Überraschung von Waspo 98 in Zagreb.
Trainer Karsten Seehafer (Mitte) hofft auf eine Überraschung von Waspo 98 in Zagreb. © Debbie Jayne Kinsey
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Nach vier Spielen wartet Waspo 98 in der Champions League noch immer auf den ersten Punkt. Das muss sich bald ändern, sonst wird es in diesem Jahr nichts mit dem Final 8. Die nächste Chance, Zählbares zu ergattern, hat das Team von Karsten Seehafer am Mittwoch in Zagreb.

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International sitzt der Supercupgewinner nach wie vor auf dem Trockenen. Für Waspo 98 ging in der Champions League bisher nichts, es gab vier Niederlagen am Stück. Zuletzt mit 13:21 gegen Pro Recco sogar eine krachende. Soll es noch klappen mit der Teilnahme am Final-8-Turnier, müssen endlich Punkte her. Am fünften Spieltag tritt Waspo am Mittwoch (20.30 Uhr) bei Mladost Zagreb an. „Das ist der letzte Gegner, bei dem wir auswärts überraschen können“, sagt Trainer Karsten Seehafer. „Danach kommen in diesem Jahr nur noch lösbare Pflichtaufgaben.“

"Schon ein komischer Spielplan"

Dreimal hat Waspo wegen des maroden Stadionbads auswärts gespielt, nach der Partie in Zagreb folgt die Aufgabe in Tiflis (4. Dezember). „Das ist schon ein komischer Spielplan, wir sind nur unterwegs“, so Seehafer. Auswärts weht in der Königsklasse ein rauer Wind, die arg schwankenden Leistungen des Teams rechtfertigt das aber nicht. „Wir haben es bisher keine 32 Minuten auf hohem Niveau durchgehalten, das ist so“, räumt der Coach ein.

Zwar steigere sich seine Mannschaft, für den ersten Erfolg sei es jedoch zu wenig gewesen. Mal gab es Probleme beim Kontern, in Überzahl oder der Centerverteidigung. Irgendwas war immer, sogar beim Sieg im Supercup gegen Spandau zu Saisonbeginn stimmte längst nicht alles. „Aber dass wir jetzt mal langsam punkten müssen, wissen wir selbst“, betont Seehafer.

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In der Tabelle liegt Waspo wie Tiflis punktlos am Ende. Zagreb hat sieben Zähler und belegt Rang vier, der noch für die Endrunde reicht. „Bisher ist im Grunde nicht viel passiert“, sagt Seehafer. Verliert sein Team jedoch abermals, wäre das Final 8 aus eigener Kraft kaum noch zu erreichen. „Das wäre ja ohnehin eine Überraschung, auf unserem Plan steht das jedenfalls nicht“, bemerkt der Mäzen und Trainer. Sportlich reizvoll wäre die Qualifikation aber, und finanziell ist der Aufwand gering – die Kosten trägt der Gastgeber.

Spielort des Final 8 noch nicht fix

2020 wird der italienische Spitzenclub Pro Recco das Turnier ausrichten. Wo die acht weltbesten Mannschaften antreten, ist freilich noch offen. Der europäische Verband LEN wünscht einen Wettbewerb in der Halle, die Italiener würden aber gern in ihrem Freibad spielen.

Bilder zum Wasserball-Champions-League-Spiel zwischen Waspo 98 Hannover und Pro Recco (09. November 2019):

Waspo 98 Hannover im Duell mit dem italienischen Topclub Pro Recco. Zur Galerie
Waspo 98 Hannover im Duell mit dem italienischen Topclub Pro Recco. ©
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Das beobachtet auch Waspo mit großem Interesse, schließlich steht das Final 8 verabredungsgemäß 2021 wieder in Hannover an. „Wenn Recco draußen ausrichten darf, wäre das für uns auch eine neue Option. Falls das Stadionbad endgültig einstürzt oder sich herausstellt, dass der Boden zehn Meter absackt“, bemerkt Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker süffisant.

"Planungssicherheit sieht anders aus"

Auch das neue Fössebad, sollte es dann schon fertig sein, wäre keine Alternative, kritisiert der Waspo-Chef: „Eine Tribüne für 250 Zuschauer soll das haben. Da können wir Kindergeburtstag feiern, aber nicht Champions League spielen.“ Die einzige Möglichkeit wäre das Lister Freibad. „Planungssicherheit sieht anders aus“, so Seehafer.

Worauf sich Waspo verlassen kann: In Zagreb wird es knüppelhart. Mit dem Rumänen Cosmin Radu (38) und dem Kroaten Filip Vrlic (33) hat Mladost zwei echte Haudegen im zentralen Angriff. „Ich sage mal so, das wird eine körperbetonte Partie. Es geht nur über eine starke Defensive“, meint Seehafer, nimmt aber auch die Angreifer in die Pflicht. „Mit neun Toren kannst du nichts bestellen, elf bis zwölf brauchen wir.“ Seidensticker formuliert es so: „Wir müssen den Hahn jetzt mal voll aufdrehen.“

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