05. September 2020 / 17:30 Uhr

Nur noch einen Sieg vom Titel entfernt: Waspo gewinnt auch das zweite Spiel gegen Spandau

Nur noch einen Sieg vom Titel entfernt: Waspo gewinnt auch das zweite Spiel gegen Spandau

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos Aleksandar Radovic jubelt nach einem Treffer.
Waspos Aleksandar Radovic jubelt nach einem Treffer. © Florian Petrow
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Die deutsche Meisterschaft ist zum Greifen nah: Wasserball-Bundesligist Waspo 98 Hannover hat auch das zweite Duell der Finalserie gegen die Wasserfreunde Spandau für sich entschieden. Damit würde ein Sieg im dritten Match am Sonntag den Titelgewinn bedeuten.

Ein glatter 3:0-Finalsieg zum Gewinn der Meisterschaft? Da hielt sich Waspo-Trainer Karsten Seehafer vor dem zweiten Duell des "Best of five" gegen die Wasserfreunde Spandau zurück. Wir waren vor zwei Jahren Meister und haben seitdem das halbe Team ausgetauscht und verjüngt. Da träumen wir jetzt nicht von einem 3:0-Finalsieg", sagte er.

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Doch seine Mannschaft ist auf bestem Wege dahin. Am Samstag entschied Waspo auch das zweite Finalmatch gegen Spandau für sich. Am Ende stand ein weitestgehend ungefährdeter 9:6 (3:1, 5:4, 7:4)-Erfolg. „Der nächste Siegpunkt, zwei haben wir, bei dreien ist das Spiel zu Ende", meinte Seehafer nach dem Abpfiff und lobte den Auftritt seiner Mannschaft: "Wir waren konzentriert, heute mental und körperlich fitter, und haben verdient gewonnen. Wir haben besser gespielt als Mittwoch."

Bilder aus dem ersten Spiel der Finalrunde

Bilder vom ersten Finale um die deutsche Wasserball-Meisterschaft zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04

Es geht drunter und drüber im Becken. Zur Galerie
Es geht drunter und drüber im Becken. ©

Doppeltorschütze Real geht voran

Zwar gingen die Berliner nach drei Minuten in Führung, doch Radovic, Tobias Preuss und Ivan Nagaev stellten das Ergebnis noch im ersten Drittel auf 3:1 für die Gäste aus Hannover. Im zweiten Viertel agierte Waspo zunächst fahriger und ließ die Gastgeber ins Spiel kommen. Spandaus Dennis Strelezkij traf doppelt zum Ausgleich. Mit einem wuchtigen Rückhandwurf besorgte Petar Muslim wieder die 4:3-Führung für Waspo, die die Spandauer aber erneut ausglichen.

Kapitän Julian Real war es dann, der sein Team in der entscheidenden Phase des Spiels auf die Siegerstraße brachte. Mit seinem 5:4 kurz vor Schluss des zweiten Viertels und dem 6:4 Mitte des dritten Viertels zog Waspo davon. Nagaev erhöhte noch auf 7:4. Im Schlussviertel versuchte Spandau noch einmal alles, kam aber nicht mehr ran. Fynn Schütze antwortete zweimal auf einen Anschlusstreffer des Gegners und stellte jeweils den alten Abstand her, mit 9:6 ging Waspo ins Ziel.

2:0-Führung führte bisher immer zum Titel

Lange aufhalten wollte sich Seehafer mit dem starken Auftritt seiner Mannschaft aber nicht. "Alles Vergangenheit, morgen folgt Spiel Nummer 3 und es geht bei 0:0 los", sagte er. Interessanter Fakt: Noch nie hat eine Mannschaft, die 2:0 in der Finalrunde geführt hat, die Meisterschaft noch aus der Hand gegeben - zumindest ein gutes Omen. Am Sonntag um 14 Uhr ist Anpfiff, die Partie wird im Livestream (waterpolo.stream) übertragen.

Sharks verlieren und sind Vierter

Die White Sharks waren im Spiel um Platz drei am Samstag ebenfalls im Einsatz, im zweiten Duell mit dem OSC Potsdam unterlag die Mannschaft von Trainer Milan Sagat 7:9 (2:2, 4:6, 5:8). Damit steht nach zwei Niederlagen fest, dass die Sharks den vierten Platz belegen - der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Für mehr reichte es nicht, auch wenn Niclas Schipper sich extra für das Spiel vom Grundwehrdienst befreien ließ. Die Saison ist für die Sharks damit auch beendet. Wenn es das Wetter zulässt, soll am Samstagabend zum Ausklang bei einem gemütlichen Mannschaftsabend noch gegrillt werden.


von Tobias Kurz