25. Mai 2021 / 16:20 Uhr

Kommentar zum Titel: Waspo feiert, aber der Wasserball ist in Not

Kommentar zum Titel: Waspo feiert, aber der Wasserball ist in Not

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
In Sorge: SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Dinse glaubt, dass die Dominanz von Waspo (um Trainer Karsten Seehafer - im Bild) und Spandau auf Dauer zu Problemen führen werden.
In Sorge: SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Dinse glaubt, dass die Dominanz von Waspo (um Trainer Karsten Seehafer - im Bild) und Spandau auf Dauer zu Problemen führen werden. © Kinsey
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Waspo 98 hat allen Grund zur Freude. Das Wasserball-Team aus Hannover hat die diesjährige Meisterschaft gegen Spandau im Schnelldurchlauf gewonnen. SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Dinse blickt bereits in die Zukunft und meint, die Sportart könnte schon bald ernsthafte Probleme bekommen.

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Es mag sich wie die Wachablösung anfühlen an der Spitze im deutschen Wasserball. Und auch die Statistik gibt es her. Seit die Spandauer 2017 Meister wurden, holten sie insgesamt nur noch zwei der drei jährlich zu vergebenden Titel. Für Berlin ist das eine Durststrecke, wie es sie lange nicht gegeben hat. Dennoch ist Waspo 98, der alte und verdientermaßen neue Meister, von absoluter Dominanz weit entfernt.

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Präsident Bernd Seidensticker sowie Trainer und Mäzen Karsten Seehafer wissen das natürlich genau. Nicht von ungefähr wiesen beide vor der Finalserie die Favoritenrolle von sich. Sie mögen momentan Schlagseite haben, die Spandauer werden aber alles tun, um den Kahn wieder flottzubekommen. In der nächsten Saison wird erneut einen Zweikampf um die Meisterschaft ausgetragen. Und das ist gut so. Besser wäre, es gäbe noch mehr Konkurrenz.

So feiert Waspo 98 Hannover die erfolgreiche Titelverteidigung der deutschen Meisterschaft

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So feiert Waspo 98 Hannover die erfolgreiche Titelverteidigung der deutschen Meisterschaft ©

Sportart droht unterzugehen

Denn in Wahrheit geht es dem deutschen Wasserball nicht gut. Die Olympiaqualifikation scheiterte krachend, es gibt noch keinen neuen Bundestrainer, weder ein erkennbares Konzept des DSV noch eine Perspektive. Und obendrein nur einen kleinen Pool an Spielern. Gelingt nicht bald die Wende, droht die älteste olympische Ballsportart völlig unterzugehen.