17. Februar 2021 / 15:22 Uhr

5:17 gegen Russland, 7:12 gegen Rumänien: Deutschland verpatzt Olympiaquali

5:17 gegen Russland, 7:12 gegen Rumänien: Deutschland verpatzt Olympiaquali

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gegen Rumänien doppelter Torschütze für das Team von Bundestrainer Hagen Stamm (links): Fynn Schütze von Meister Waspo 98.
Gegen Rumänien doppelter Torschütze für das Team von Bundestrainer Hagen Stamm (links): Fynn Schütze von Meister Waspo 98. © imago/Hentschel
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Deutschlands Wasserballer waren in erster Linie zu ungefährlich. Das hat sie die Olympiateilnahme gekostet, das Viertelfinale ist nicht mehr zu erreichen. Das DSV-Team verlor in Rotterdam auch seine vierte Partie beim Qualifikationsturnier für die Sommerspiele in Tokio - 7:12 gegen Rumänien. 

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Torwart Moritz Schenkel von Waspo 98 war im dritten Viertel gegen die Russen so frustriert, dass er seine Kappe absetzen und aus dem Wasser wollte. Deutschlands Wasserballer wurden in der Olympiaqualifikation förmlich fortgespült, unterlagen Russland am Dienstag mit 5:17 (1:5, 2:1, 0:5, 2:6).

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„Wir haben zwei Spiele knapp verloren, aber das war heute ein Desaster“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm nach dem 5:17 gegen die Russen. „Es war in jedem Spiel so, dass unsere Performance nicht gut genug für dieses Turnier war." Stamms Amtszeit endet nach dem Turnier, am Donnerstag (20.30 Uhr) geht es im finalen Spiel ge­gen Kroatien.

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Schenkel oft auch sich allein gestellt

Mit Schutzmasken in Schwarz-Rot-Gold sah die DSV-Auswahl bei der Hymne zunächst recht gut aus, gab dann aber ein erschreckendes Bild ab. Offensiv ging gegen Russland gar nichts, in der Abwehr war Schenkel oft auf sich allein gestellt. Gleich beim 0:1 tauchte Waspo-Kollege Ivan Nagaev frei vor ihm auf. Mit neun Paraden verhinderte Schenkel eine noch schlimmere Demütigung. Auch als DSV-Kapitän und Hannoveraner Julian Real zum 3:6 traf, kam keine Spannung auf. Nach dem Wechsel sank das deutsche Niveau immer weiter ab.



„Es ist ein schlechtes Turnier“, räumte der Bundestrainer ein und verwies auf drei fehlende Stammkräfte. „Deutschland ist nicht wie andere Länder, die 50 Spieler haben. Wir haben nur zwölf.“ Zudem fehle die Matchpraxis, da die Bundesliga schon länger pausiere. Es sei wegen Corona ein verrücktes Jahr gewesen: „Und so kommen dann solche verrückten Resultate heraus“, so Stamm.

DSV-Tore gegen Russland: Marko Stamm (2/Spandau), Mateo Cuk (1/Spandau), Timo van der Bosch (1/Ludwigsburg), Julian Real (1/Waspo).

28 Torwürfe gegen Rumänien

Bis zum 6:6 hatte es tags darauf gegen Rumänien nicht schlecht ausgesehen für die Deutschen, für die Fynn Schütze von Meister Waspo 98 ebenso zweimal traf wie Denis Strelezkij von Spandau 04. Dann häuften sich die Fehler, sie verloren die Kontrolle und die taktische Disziplin. Insgesamt verzeichnete die DSV-Auswahl 28 Torwürfe, Chancen gab es genug.