16. Dezember 2020 / 20:43 Uhr

"Hatten unsere Chancen": Zweite Königsklassen-Niederlage für Waspo 98

"Hatten unsere Chancen": Zweite Königsklassen-Niederlage für Waspo 98

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos Torwart Kevin Götz
Waspos Torwart Kevin Götz © Stefan Trümper
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Der Sieg ist den Wasserballern von Waspo 98 in der Champions League noch aus den Händen geglitscht. Am zweiten Spieltag der Gruppe B verlor Waspo in Budapest gegen Jadran Herceg Novi aus Montenegro mit 11:12 (1:3, 4:2, 5:4, 1:3). „Wir hatten unsere Chancen und sind sehr enttäuscht“, sagte Trainer Karsten Seehafer.

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Der Coach hatte nach dem 8:16 gegen Barcelona umgestellt, für Jan Rotermund rückte Niclas Schipper ins Aufgebot. Fynn Schütze spielte rechts, Kapitän Aleksandar Radovic links.

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Im ersten Viertel war Waspo wenig gefährlich, nur Ivan Nagaev traf zum 1:1, nach dem ersten Viertel hieß es 1:3. Der deutsche Meister schlug mit Distanzwürfen zurück, zweifach traf Radovic spektakulär, dazu waren auch Nagaev and Marko Macan erfolgreich. Mit 5:6 ging es in die Pause. In der Duna-Arena, die normalerweise 5300 Zuschauer fasst, klappte offensiv sonst wenig – in Überzahl vergab Petar Muslim zweifach freistehend.

Bilder vom Abschlusstraining von Waspo 98 Hannover vor dem Start in die Champions League in Budapest

Bilder vom Abschlusstraining von Waspo 98 Hannover vor dem Start in die Champions League in Budapest Zur Galerie
Bilder vom Abschlusstraining von Waspo 98 Hannover vor dem Start in die Champions League in Budapest © privat

"Für nichts, das tut weh"

Im dritten Abschnitt brachten Fernwürfe von Radovic und Nagaev den Ausgleich zum 7:7, dann wurde es hektisch. Die Schiedsrichter verhängten einen umstrittenen Strafwurf gegen Waspo, Herceg Novis Spieler traf die Querlatte. Der Ab­pral­ler kam zum Schützen zurück, den Macan regelkonform attackierte, dafür sein drittes Foul kassierte und damit aus der Partie war.

Der kroatische Weltklasseverteidiger war fassungslos, Seehafer sah wenig später Gelb. „Wir verlieren einen Schlüsselspieler für nichts, das tut weh“, sagte der Waspo-Vorsitzende Bernd Seidensticker.

Nagaev scheitert an der Querlatte

Dennoch klappte bei Waspo plötzlich mehr. Jorn Winkelhorst traf aus der Center-Position, Tobias Preuß bejubelte ein Kontertor, und Radovic ballte abermals die Faust. Waspo hatte das Spiel gedreht und ging mit 10:9 ins Schlussviertel.

Aber fast neun Minuten Durststrecke mit schwachen Abschlüssen waren zu viel, Waspo fiel auf 10:12 zurück. Nagaev schaffte den An­schluss, dann blieben noch neun Sekunden. Torwart Moritz Schenkel kam mit nach vorne, beim letzten Wurf versuchte Nagaev einen Heber – und scheiterte an der Querlatte.

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Am Donnerstag wartet Ferencvaros

Eine erste Überraschung gab es am Mittwoch in Pool B, Qualifikant AN Brescia schlug Gastgeber Ferencvaros Budapest mit 9:6. Dynamo Tiflis unterlag Barceloneta mit 5:17.

Heute trifft Waspo um 16.30 Uhr zum Abschluss des ersten Ab­schnitts der Gruppenphase in Budapest auf Ferencvaros, es gibt einen Livestream (lenchampionsleague. eurovisionsports.tv).