12. März 2019 / 21:49 Uhr

Trotz sechs Waspo-Spielern: Deutschland verliert entscheidendes Weltliga-Duell gegen Russland

Trotz sechs Waspo-Spielern: Deutschland verliert entscheidendes Weltliga-Duell gegen Russland

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Waspo-Spieler Julian Real beim Wurf.
 Waspo-Spieler Julian Real beim Wurf. © Florian Petrow (Archiv)
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Deutschland hat das entscheidende Weltliga-Duell mit Russland um die Teilnahme am europäischen Endturnier verloren. Daran konnten auch die sechs Spieler von Waspo 98 nichts ändern, die im Kader des Nationalteams standen.

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Die deutschen Wasserballer haben das entscheidende Weltliga-Duell mit Russland verloren. In Hamm kassierten die Gastgeber eine 10:18 (3:4, 2:5, 3:3, 2:6)-Pleite gegen Russland. Damit hat Deutschland das europäische Endturnier der besten acht Nationen in Zagreb verpasst. Russland löste das letzte Ticket, qualifizierte sich als Tabellenzweiter in Pool A hinter Ungarn.

Nicht weniger als sechs Mann von Meister Waspo 98 standen im Kader. Sogar Reiko Zech gab nach langer Zwangspause (Thrombose) sein Comeback: Mateo Cuk von Spandau 04 musste wegen einer Schulterverletzung passen.

Waspo-Spieler Real gleicht aus

Berlins Ben Reibel hielt die DSV-Auswahl im ersten Abschnitt mit zwei Treffern im Spiel. Die Taktik, das Konterspiel der schnellen Russen zu unterbinden, ging auf. Im zweiten Viertel glich Kapitän Julian Real von Waspo zum 4:4 aus und verkürzte auch per Strafwurf zum 5:6.

Dann wurde es kritisch, zu einigen Fehlern kam die Präzision der gefürchteten russischen Werfer aus dem Rückraum. Waspo-Schlussmann Moritz Schenkel malträtierte mehrfach in seinem Zorn den Torpfosten. Das war insofern gerechtfertigt, als ihm das Gebälk keine große Hilfe war. Bis auf 9:5 enteilten die Gäste in einer harten Partie mit vielen Fouls, die Deutschen hatten ihre Linie verloren.

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Deutschland verpasst zwei Überzahlchancen

Zwei Paraden von Schenkel und Tore des Duisburgers Dennis Eidner sowie von Reibel sorgten für das 7:10 und etwas Hoffnung. Allerdings verpasste die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm in dieser Phase auch zwei Überzahlchancen und wurde mit zwei weiteren Toren bestraft, es hieß 7:12. Einen der wenigen deutschen Konter nutzte Marko Stamm, der Sohn des Bundestrainers, mit der Schlusssirene zum 8:12.

Zu Beginn des finalen Abschnitts rutschte Schenkel ein Ball zum 8:13 durch. Die Russen legten sofort nach, damit war alles klar. Immerhin glückte Hannovers Tobias Preuß noch ein sehenswertes Tor zum 9:15, überdies wurde ein Foul an ihm mit einem Strafwurf geahndet. Real verwandelte zum 10:16. Von Waspo war zudem Fynn Schütze im Einsatz, Kevin Götz saß als zweiter Keeper auf der Bank.