15. Dezember 2019 / 12:25 Uhr

"Wille ist alles!": SpVg Laatzen siegt gegen Rivalen Hellas Hildesheim

"Wille ist alles!": SpVg Laatzen siegt gegen Rivalen Hellas Hildesheim

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Tobias Müller (rechts) traf dreimal gegen Hellas Hildesheim.
Tobias Müller (rechts) traf dreimal gegen Hellas Hildesheim. © Dennis Michelmann
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Gegen Hellas Hildesheim gewann die SpVg Laatzen in der 2. Liga Nord mit 10:7. Erstmals nach seinem Skiunfall im Januar 2017 war auch Alexander Hachmeister wieder bei den Wasserballern mit dabei und feierte ein gelungenes Comeback.

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In den Tagen nach dem 2. Januar 2017 hatte Alexander Hachmeister nicht damit gerechnet, dass er diesen Moment noch einmal erleben wird: Zum ersten Mal seit seinem schweren Skiunfall in Österreich, bei dem sich der heute 31-Jährige zwei Wirbel gebrochen hatte, durfte er für die Sportliche Vereinigung (SpVg) Laatzen wieder einmal für die erste Mannschaft ins Wasser. „Es ist ein gutes Gefühl, wieder dabei sein zu können“, sagt er. Zudem feierte er mit seinen Teamkollegen einen gelungenen Auftakt – zumindest vom Ergebnis her. Die SpVg bezwang in der 2. Liga Nord den Rivalen Hellas Hildesheim mit 10:7 (1:3, 3:1, 3:1, 3:2).

Am Tag vor dem Ligaauftakt hatte Hachmeister davon erfahren, dass er zum Kader gehören wird. In der zweiten Mannschaft hatte er immerhin schon in der Vorsaison regelmäßig wieder gespielt. Und das beschwerdefrei. „Ich habe keine Probleme“, sagte er, nachdem er freudestrahlend aus dem Becken geklettert kam. Ob ihn die Erinnerungen an die schwere Verletzung noch immer etwas hemmen? „Anfangs hatte der Kopf noch zu sehr mitgespielt, aber inzwischen ist alles wieder okay“, so Hachmeister. Er hatte auch keine Schwierigkeiten, sich bei seinem Kurzeinsatz in dem intensiven und zwischenzeitlich auch etwas ruppigen Duell zu behaupten.“

Die Bilder zur Wasserball-Partie zwischen der SpVg Laatzen und Hellas Hildesheim

Die Bilder zur Wasserball-Partie zwischen der SpVg Laatzen und Hellas Hildesheim. Zur Galerie
Die Bilder zur Wasserball-Partie zwischen der SpVg Laatzen und Hellas Hildesheim. ©

"Waren zu unaufmerksam"

Probleme hatten die Laatzener allerdings in den ersten beiden Vierteln mit ihrer Defensive. „Wir waren zu unaufmerksam, haben Leute nicht sauber übernommen“, beklagte sich Trainer Carsten Stegen. „Wir haben die Gegner immer wieder vorbeischwimmen lassen.“ Es war Torwart Nicklas Dreßler zu verdanken, der sich in Eins-gegen-eins-Situationen vor dem Kontrahenten aus Hildesheim aufbäumte und die Würfe bravurös parierte, dass die Gastgeber nach den ersten acht Minuten nicht noch höher zurücklagen. „Der Spielstand war in der Höhe okay“, sagte Stegen über das 1:3.

Allerdings stabilisierten sich die Gastgeber nach der Halbzeitpause. Vielleicht ist erst zu diesem Zeitpunkt bei allen Mitspielern der Satz von Kapitän Michael Hahn angekommen. Dieser rief im Kreis unmittelbar vor Spielbeginn „Wille ist alles!“ Und diesen Willen, das Auftaktspiel für sich entscheiden zu wollen, zeigten die Laatzener schließlich auch. Jörn Knauer erzielte im dritten Viertel per Aufsetzer die Führung zum 6:5. Alexander Traue legte mit einem gekonnten Rückhandwurf noch das 7:5 nach.

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Etwas Glück hatten die Gastgeber fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 8:6. Die Hildesheimer erzielten aus der Distanz ein Tor, was die Schiedsrichter aber nicht anerkannten. Sie meinten, der Ball wäre von der Querlatte abgeprallt. Doch der kam geschossartig von der hinteren Torhalterung zurück aufs Spielfeld. „Der war nicht drin“, sagte der SpVg-Schlussmann augenzwinkernd und grinsend. „Es war gut, dass die Jungs schnell reagierten und weitergespielt haben“, lobte Stegen. Jens Möller legte kurz darauf das 9:6 nach – die Vorentscheidung.

Tore SpVg Laatzen: Tobias Müller (3), Sören Marherr (2), Michael Hahn, Joel Werner, Alexander Traue, Jens Möller, Jörn Knauer (je 1).