26. Juli 2019 / 14:32 Uhr

Wasserballer „einfach zu blöd“: Deutschland vergeigt Sensation gegen Serbien 

Wasserballer „einfach zu blöd“: Deutschland vergeigt Sensation gegen Serbien 

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Julian Real (links) und Torwart Moritz Schenkel (rechts) sitzen nach dem Spiel auf der Bank. 
Julian Real (links) und Torwart Moritz Schenkel (rechts) sitzen nach dem Spiel auf der Bank.  © dpa
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Wie konnte das noch geschehen? Das fragten sich auch Deutschlands Wasserballer nach der 16:17-Pleite bei der WM in Südkorea. Gegen Serbien konnte das Team eine Zwei-Tore-Führung nicht über die Zeit bringen und rauschte somit an einer Sensation vorbei.

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Deutschland-Kapitän Julian Real saß auf der Bank und schaute versteinert in die Gegend. Über dem Kopf des Waspo-Stars schwebte eine Gedankenblase:

„Wie konnten wir dieses Spiel denn bitte noch verlieren?“

Teamkollege Timo van der Bosch pfefferte gefrustet seine Kappe auf den Boden. Neben Real saß Torwart Mo­ritz Schenkel. Der Blick des Waspo-Kollegen sprach ebenfalls Bände. Schenkel runzelte die Stirn. Auch er konnte das 16:17 (3:3, 3:3, 3:2, 3:4, 4:5) gegen Olympiasieger Serbien bei der WM in Gwangju nicht fassen.

Auf Riesen-Chance folgt Riesen-Enttäuschung

Das deutsche Team hatte das erste Platzierungsspiel im Fünfmeterwerfen ge­gen den hohen Favoriten verloren und so wie schon im Viertelfinale gegen Weltmeister Kroatien (8:10) die Sensation verpasst. „Bitterer geht’s jetzt gerade gar nicht“, sagte der zweifache Torschütze Dennis Eidner. Sein Team hatte 85 Sekunden vor Schluss noch mit zwei Toren geführt. Ben Reibel hatte in Überzahl sogar die Chance, auf 13:10 zu erhöhen. Doch der serbische Torwart parierte.

„Zwei-Tore-Führung, Überzahl, Time-out – da muss der Todesstoß kommen“, haderte Bundestrainer Hagen Stamm, „aber die Mannschaft hat es nicht geschafft. Vielleicht sind wir noch zu grün dafür.“

Torwart Moritz Schenkel kann einen Fünf-Meter nicht parieren. Deutschland verlor im Fünfmeterwerfen mit 16:17. 
Torwart Moritz Schenkel kann einen Fünf-Meter nicht parieren. Deutschland verlor im Fünfmeterwerfen mit 16:17.  © dpa
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"Jungs, 30 Minuten hui, zwei Minuten pfui“

Es sei „eigene Dummheit“ gewesen, sagte Eidner, „wir hätten das am Ende ruhiger spielen müssen“. Sein Team habe in den letzten zwei Minuten „genau die Fehler ge­macht, die wir nicht machen wollten“, erklärte Stamm. Aber „wir brauchen jetzt nicht Trübsal zu blasen. Wir müssen sagen: Jungs, 30 Minuten hui, zwei Minuten pfui.“

Die abgeklärten Serben hatten eiskalt die unverhoffte Chance genutzt, ausgeglichen und sich ins Fünfmeterwerfen gerettet. „Das Spiel war auf unserer Seite vor den letzten zwei Minuten“, sagte Eidner, „und dann hauen wir uns so selber ins Gesicht, brechen uns das Genick und verlieren das am Ende im Fünfmeterschießen.“

Alle Schützen trafen - nur Lucas Gelen nicht

Schenkel, der zuvor 13 Pa­ra­den gesammelt hatte, konnte keinen serbischen Wurf im Shootout parieren, gleich den ersten deutschen Wurf hatte Lucas Gielen versemmelt. Danach trafen alle Schützen, leider auch alle Serben. „Wir sind zweimal mit zwei Toren weg, stecken nicht auf. Aber dann sind wir einfach, auf gut Deutsch gesagt, zu blöd“, gab Schenkel zu, „es ist einfach sauärgerlich. Wir wollten zeigen, dass wir um Platz fünf spielen können.“

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Das deutsche Team hatte bei dem ersten Weltmeisterschaftsauftritt seit 2013 ganz starke Spiele hingelegt. Schon bei der knappen Niederlage gegen den Olympiadritten Italien (7:8) und beim Viertelfinalaus ge­gen Kroatien spielte Deutschland auf Augenhöhe mit den internationalen Schwergewichten des Wasserballs.

Deutschland trifft auf Griechenland

Die Serben, die bei dieser WM in Südkorea nicht in Bestbesetzung angetreten sind, wären zu knacken gewesen. Am Samstag (7 Uhr deutscher Zeit) spielt Deutschland gegen Griechenland, das 8:9 gegen Australien verlor, um den siebten und achten Platz.

Im Finale stehen Spanien, das Titelverteidiger Kroatien mit 6:5 ausschaltete, und Italien, das 12:10 gegen Ungarn gewann.

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In der ausverkauften am Freiberger Platz standen sich am 29. Januar die Wasserballer aus Deutschland und Ungarn gegenüber. Am Ende unterlagen die Gastgeber knapp. Zur Galerie
In der ausverkauften am Freiberger Platz standen sich am 29. Januar die Wasserballer aus Deutschland und Ungarn gegenüber. Am Ende unterlagen die Gastgeber knapp. © Steffen Manig
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