17. Mai 2019 / 22:49 Uhr

Offenes Interview vom BVB-Boss nach Sticheleien: Das denkt Watzke über Salihamidzic

Offenes Interview vom BVB-Boss nach Sticheleien: Das denkt Watzke über Salihamidzic

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hans-Joachim Watzke und Hasan Salihamidzic läuteten das Psycho-Duell um den Bundesliga-Titel ein.
Hans-Joachim Watzke und Hasan Salihamidzic läuteten das Psycho-Duell um den Bundesliga-Titel ein. © imago images / DeFodi
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Sie hatten sich bereits schon vor dem Bundesliga-Finale am Samstag ein Fernduell geliefert: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und FC-Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic lieferten sich zum Titelkampf Spitzen über die Medien. Jetzt hat sich Watzke in einem Interview über "Brazzo" geäußert.

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Hasan Salihamidzic und Hans-Joachim Watzke: Einen Tag vor dem Saisonfinale der Bundesliga mit Meisterschafts-Chancen für den FC Bayern München und Borussia Dortmund geht BVB-Geschaftsführer Watzke plötzlich auf Kuschelkurs in Richtung München. "Jeder kennt meine Wertschätzung für den FC Bayern", sagte der Dortmund-Boss nun in einem Interview mit der tz. Besonders den Bayern-Sportdirektor Salihamidzic lobte Watzke ausdrücklich.

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Watzke und Salihamidzic leiteten Psycho-Duell um Meisterschaft ein

Kurios: Denn beide läuteten am vergangenen Samstag bereits das Psycho-Duell um die deutsche Meisterschaft zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ein. Auf die spitze Bemerkung von BVB-Boss Watzke, dass der Druck am letzten Spieltag durch das 0:0 des FC Bayern bei RB Leipzig nun "nach Süden wandert" und die "Bayern alles verlieren und wir alles gewinnen können" antwortete FCB-Sportdirektor Salihamidzic lässig. "Alles können die nicht gewinnen. Sie können nämlich nur die Meisterschaft gewinnen. Im Pokal sind sie schon raus."

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Zwei Wochen zuvor bestimmten Watzke und Salihamidzic ebenfalls die Schlagzeilen: Watzke hatte am Ende April in Richtung München gestichelt. "Wenn die Meisterfeier auf dem Marienplatz stattfindet, kommen 3000 Leute plus 1500 Touristen. Die gucken: Was ist denn da los, okay, da gehen wir mal vorbei. Bei uns wäre der Titel eine ganz andere Nummer", sagte der Geschäftsführer. Salihamidzic konterte mit einer Einladung: "Ich weiß nicht, ob das die feine Art ist. Aber ich weiß, was am Marienplatz los ist. Vielleicht laden wir ihn mal ein, wenn es so weit ist. Da sind ganz, ganz viele Tausend Zuschauer."

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Plötzlicher Kuschelkurs von Watzke in Richtung Salihamidzic

Nun geht Watzke plötzlich auf Kuschelkurs in Richtung Salihamidzic: "Das war nicht als Angriff gemeint", so der BVB-Boss gegenüber der tz. "Dass bei einer Meisterfeier in Dortmund mehr Leute kommen würden als in München, ist eine Zustandsbeschreibung und hat mit Spitzen und Gift nichts zu tun." Generell soll es zukünftig keine Giftpfeile mehr zwischen dem BVB und Bayern geben. Watzke lobt dabei Salihamidzic ausdrücklich: "Ich bin der Meinung, dass die Rivalität während der Saison von beiden Mannschaften hervorragend gehandhabt worden ist", so der BVB-Boss. "Das gilt auch für Hasan Salihamidzic, den ich ohnehin schwer in Ordnung finde. Insgesamt ist das Verhältnis zum FC Bayern weiterhin gut."

Wie gut es tatsächlich nach dem Finale um die deutsche Meisterschaft am Samstag zwischen beiden Parteien steht, bleibt abzuwarten. Die Bayern müssen für den 29. Meistertitel im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt punkten. Der BVB muss dagegen auf einen Frankfurt-Sieg hoffen und gleichzeitig bei Borussia Mönchengladbach gewinnen, um Meister zu werden. "Wahrscheinlichkeitsrechnung beherrsche ich schon, daher kann ich das alles vernünftig einschätzen", sagte Watzke nun zu den Titelchancen der Dortmunder. Er selbst glaube noch an eine Chance. "Ich weiß allerdings auch, dass ein letzter Spieltag - gerade dann, wenn eine Entscheidung fällt - häufig eine Dramaturgie aufweist, die nicht nur vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten folgt."

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