17. März 2020 / 08:09 Uhr

Fortuna-Boss Röttgermann kritisiert Aussagen von BVB-Geschäftsführer Watzke: "Absolut unsolidarisch"  

Fortuna-Boss Röttgermann kritisiert Aussagen von BVB-Geschäftsführer Watzke: "Absolut unsolidarisch"  

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (r.) stört sich an den Aussagen von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.). 
Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (r.) stört sich an den Aussagen von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.).  © imago images/Eibner/imago images / Christian Schroedter
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Für BVB-Geschäfsführer Hans-Joachim Watzke kommen Hilfszahlungen in Zeiten der Corona-Krise von finanzstarken Klubs an kleinere Bundesliga-Vereine nicht in Frage. Die Äußerungen von Watzke hält Fortuna-Boss Thomas Röttgermann für "absolut unsolidarisch". 

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Fortuna Düsseldorf wehrt sich gegen die Absage von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu möglichen finanziellen Hilfen von größeren für kleinere Clubs in der Bundesliga. "Ich weiß nicht, was ihn dazu getrieben hat, das zu sagen. Ich halte das für absolut unsolidarisch. Es war weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Inhalt", sagte der Fortuna-Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann der Rheinischen Post.

Watzke hatte in der ARD-Sportschau am Sonntag betont, Vereine seien auch Wirtschaftsunternehmen. "Und ehrlicherweise sind wir auch Konkurrenten. Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist." Und weiter: "Am Ende können nicht die Clubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Clubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

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DFL-Boss Seifert: "Es geht für die Klubs ums Überleben"

Die DFL hatte gemeinsam mit den 36 Profiklubs aus der Bundesliga und zweiten Liga am Montag beschlossen, den Spielbetrieb wegen des Coronavirus vorerst bis zum 2. April auszusetzen. Im Anschluss will die DFL die Spiele aufgrund finanzieller Aspekte wenn nötig ohne Zuschauer austragen lassen. "Es geht nicht mehr darum, wer in der Öffentlichkeit am besten da steht. Sondern es geht für die Klubs der Bundesliga und der 2. Liga ums Überleben", betonte DFL-Chef Christian Seifert.

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Seifert: Liga-Stopp bringt Arbeitsplätze in Gefahr

Die Austragung eines Bundesliga-Spiels beinhaltet weit mehr als die 22 Fußballer auf dem Feld, wie Seifert nachdrücklich deutlich machte. Ihm sei bewusst, dass der Profifußball von außen oft als reines Milliardengeschäft gesehen wird, setzte der Geschäftsführer an, um die wirtschaftlichen Dimensionen der Partien zu erklären: "Dadurch sind in den letzten Jahren direkt oder indirekt 56.000 Teilzeit- oder Vollzeitarbeitsplätze entstanden. Dazu kommen zehntausende weitere Jobs in weiteren Bereichen, Medien, Gastronomie, Hotelerie." Seifert unterstrich, dass zahlreiche Klubs ab einem gewissen Zeitpunkt" ohne Zuschauer, ohne TV- und Sponsoring-Einnahmen zwangsläufig in ihrer Existenz bedroht sind. Was wiederum Arbeitsplätze in Gefahr bringt.

Der DFL-Boss machte keinen Hehl daraus, was wirklich auf dem Spiel stehe: "Wer Geisterspiele rundheraus ablehnt, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir demnächst mit 18 oder 20 Profiklubs spielen. Denn dann wird es keine 20 Profiklubs mehr geben."

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