31. Januar 2022 / 12:01 Uhr

Wechsel bestätigt: Wolfsburgs Weghorst stürmt jetzt für den Letzten der Premier League

Wechsel bestätigt: Wolfsburgs Weghorst stürmt jetzt für den Letzten der Premier League

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Von Wolfsburg nach Burnley: Wout Weghorst.
Von Wolfsburg nach Burnley: Wout Weghorst. © Boris Baschin
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Das sollte es dann mit den turbulenten Transfertagen im Osten Niedersachsens gewesen sein: Der Wechsel von Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg zum FC Burnley ist fix. Beide Klubs haben den Transfer am Montagmittag bestätigt.

59 Bundesliga-Tore hat er geschossen, nur Edin Dzeko (66) schaffte mehr - und es wird für Wout Weghorst kein weiteres dazukommen. Der Niederländer wechselt zum FC Burnley, beide Klubs bestätigten den Transfer wie erwartet am Montagmittag. „Der Abschied fällt mir nicht leicht. Meine Familie und ich hatten eine schöne und auch sehr wichtige Zeit hier, dafür möchte ich mich bei allen bedanken", so Weghorst. "Ich bin sehr stolz, ein Teil dieses Klubs gewesen zu sein, für den ich immer alles gegeben habe, viele Tore schießen konnte und bei dem ich mich immer sehr geschätzt gefühlt habe. Aber es ist auch ein Traum von mir, in der Premier League zu spielen. Diesen kann ich mir jetzt erfüllen und noch einmal eine neue Herausforderung annehmen, auf die ich mich sehr freue. Ich wünsche der Mannschaft und dem ganzen Verein, dass sie schnell wieder Erfolge feiern können. Ich werde den VfL Wolfsburg immer im Herzen haben." Bis zu 17 Millionen Euro Ablöse kassiert der VfL für den den 29-Jährigen, der in der Grafschaft Lancashire einen Vertrag bis 2025 unterschrieb und auch bei seinem neuen Klub die Rückennummer 9 tragen wird.

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Immer wieder hatte Weghorst betont, dass er irgendwann in der Premier League spielen möchte, Tottenham und Newcastle galten lange als mögliche Ziele. Nun ist es "nur" der FC Burnley geworden, der aktuell auf dem letzten Platz der Liga liegt, allerdings bis zu vier Spiele weniger absolviert hat als die Konkurrenten. Aus England ist zu hören, dass die "Clarets" (die Weinroten) zu den Klubs gehören, die den Impfstatus ihrer Transfer-Kandidaten nicht zum wichtigsten Kriterium machen. Weghorst gilt als ungeimpft, seit er Ende 2020 den Post einer Impfgegnerin und Verschwörungstheoretikerin teilte, sich anschließend nur halbherzig distanzierte und damit auch beim VfL für großes Kopfschütteln sorgte.

Weghorst war 2018 für 10,5 Millionen Euro von AZ Alkmaar nach Wolfsburg gekommen, war drei Spielzeiten lang Offensiv-Fixpunkt und erfolgreichster Torjäger des VfL. Sein Marktwert kletterte zwischenzeitlich auf 30 Millionen Euro, es gab aber nie konkrete Angebote für ihn - bis Burnley ernst machte. Dort ist Weghorst als Nachfolger von Chris Wood eingeplant, der für 30 Millionen Euro zum Neu-Scheich-Klub Newcastle gewechselt war. Am Samstag, in Nachholspiel gegen Watford, soll er bereits zu Einsatz kommen, die dann folgenden Gegner haben es in sich - es geht gegen Manchester United und den FC Liverpool.

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Mit Admir Mehmedi (Antalyaspor), Jannis Lang (Aue), Marvin Stefaniak (Würzburg), Josuha Guilavogui (Girondins Bordeaux), Daniel Ginczek (Düsseldorf) und Weghorst haben nun sechs Spieler die Niedersachsen in diesem Transferfenster verlassen.

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Ex-Wolfsburger schließt die Wind-Lücke

Mit Jonas Wind hat der VfL bereits einen Weghorst-Nachfolger verpflichtet. Der 22-jährige Däne kommt für 12 Millionen Euro Ablöse vom FC Kopenhagen und übernimmt in Wolfsburg die Rückennummer 23 von Guilavogui. Kopenhagen schließt die Wind-Lücke nun mit einem Ex-Wolfsburger: Mamoudou Karamoko wechselte am Montag für 1,5 Millionen vom Linzer ASK nach Dänemark. Der 22-jährige Franzose stand 2019/20 im Kader des VfL II und kam unter Trainer Oliver Glasner auch zu einem Kurzeinsatz in der Bundesliga.

Fix war seit Freitag bereits die Verpflichtung von Kevin Paredes durch den VfL. Der 18-jährige Außenbahnspieler kommt für gut 6 Millionen Euro Ablöse vom MLS-Klub D.C. United aus Washington. Am Sonntag hatte der VfL dann für die größte Transferüberraschung dieses Wechsel-Winters gesorgt, holte den Ex-Wolfsburger Max Kruse von Union Berlin zurück. Der 33-Jährige bekommt in Wolfsburg die alte Weghorst-Nummer 9.