06. Juli 2021 / 14:00 Uhr

Wechsel fix! Deshalb zieht es Ex-VfLerin Ingrid Engen zum FC Barcelona

Wechsel fix! Deshalb zieht es Ex-VfLerin Ingrid Engen zum FC Barcelona

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Künftig für den FC Barcelona am Ball: Ingrid Engen, Ex-Spielerin des VfL Wolfsburg.
Künftig für den FC Barcelona am Ball: Ingrid Engen, Ex-Spielerin des VfL Wolfsburg. © Boris Baschin / Twitter/FC Barcelona
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Dass Ingrid Engen den VfL Wolfsburg in Richtung FC Barcelona verlässt, war lange ein offenes Geheimnis. Jetzt wurde die Norwegerin auch offiziell beim spanischen Klub vorgestellt.

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Was sich lange angebahnt hatte, ist nun offiziell: Ingrid Engen, deren Vertrag beim Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg vor ein paar Tagen offiziell ausgelaufen war, hat einen neuen Verein gefunden und beim aktuellen Champions-League-Sieger FC Barcelona einen Kontrakt bis 2023 unterschrieben. Die Norwegerin wurde am Dienstag bei ihrem neuen Klub vorgestellt. In Wolfsburg hatte die Nationalspielerin ein Angebot zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen.

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"Es bedeutet mir sehr viel, jetzt hier zu sein. Das ist ein Traum, der zur Wirklichkeit wird", sagte Engen bei ihrer Vorstellung beim FCB. Die 23-Jährige findet: "Barcelona ist die beste Mannschaft der Welt, wenn man sieht, wie sie spielen und wie viel sie gewonnen haben. Ich kann es kaum erwarten, ein Teil dieser Gruppe zu sein." Die ehemalige VfL-Akteurin gehört im zentralen und defensiven Mittelfeld zu den besten Spielerinnen der Welt. Dass sie gerne im Ballbesitz ist, so Engen, "passt perfekt zu dem Spielstil von Barca".

Engen (63 Spiele für den VfL, acht Tore) wechselte 2019 nach Wolfsburg und reifte von einem Talent zu einer gestandenen Spielerin. Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, hätte die Norwegerin gerne behalten. Im Januar bedauerte der 52-Jährige bereits: "Wir hatten gehofft, dass sie etwas länger hier bleibt, wir haben sie entdeckt. Wir haben um sie gekämpft." Die Norwegerin entschied sich aber für eine neue Herausforderung und Kellermann war sich damals sicher, dass sie zu einem Verein wechseln wird, "wo Freunde, Familie und Co. sie auch regelmäßig sehen können". Denn die fehlende Sichtbarkeit der Frauen-Bundesliga sei weiter ein Thema.

Für die Engen-Position verpflichtete der Pokal-Sieger unter anderem Lena Lattwein von 1899 Hoffenheim, doch auch Lena Oberdorf, Alexandra Popp oder Youngster Lotta Cordes können dort spielen. Auf dem Transfermarkt sieht Kellermann den VfL allemal konkurrenzfähig, was unter anderem auch die Verpflichtung von Jill Roord unterstreicht, aber "es gibt in der europäischen Spitze Vereine, die größere Strahlkraft als der VfL haben - rein vom Namen her". Und der FC Barcelona ist einer davon. Auch Ex-Wolfsburgerin Fridolina Rolfö, die ebenfalls eine Vertragsverlängerung in der Autostadt ablehnte, steht vor einem Wechsel zu den Spanierinnen.