21. Oktober 2019 / 13:40 Uhr

Wechsel im Winter? Ostrzolek ohne Einsatzchance bei Hannover 96

Wechsel im Winter? Ostrzolek ohne Einsatzchance bei Hannover 96

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Pokal in Karlsruhe schon auf der Bank: Matthias Ostrzolek hat es schwer bei Hannover 96.
Im Pokal in Karlsruhe schon auf der Bank: Matthias Ostrzolek hat es schwer bei Hannover 96. © imago images / Jan Huebner
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Nach der Verletzung von Jannes Horn gegen Osnabrück (0:0) brachte Trainer Mirko Slomka einen Mittelfeldspieler statt den zweiten linken Verteidiger: Matthias Ostrzolek blieb wiederholt außen vor. Nicht einmal hinter Miiko Albornoz und Horn war noch Platz für Ostrzolek. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

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Die Frage stellte sich nach dem 0:0 gegen Osnabrück. Wozu braucht Hannover 96 einen zweiten linken Verteidiger auf der Bank, wenn er nicht einmal eingewechselt wird, wenn sich der erste linke Verteidiger verletzt? Matthias Ostrzolek lief sich zwar mit den Kollegen warm, aber Trainer Mirko Slomka brachte Florent Muslija, als Jannes Horn in der 37. Minute nach einem Pferdekuss verletzt rausmusste.

Ostrzolek wurde nicht gebraucht, deutlicher kann man dies einem Spieler nicht vermitteln. Seit dem Saisonstart und der gelb-roten Karte in Stuttgart hatte Ostrzolek keinen Einsatz mehr. In Karslruhe am Samstag wird wohl kein weiterer dazukommen.

Geknickt: Hannovers Jannes Horn (Zweiter von rechts) muss das Feld vorzeitig verlassen. 96-Doc Axel Partenheimer (rechts) und Physio Jens Vergers begleiten ihn.
Geknickt: Hannovers Jannes Horn (Zweiter von rechts) muss das Feld vorzeitig verlassen. 96-Doc Axel Partenheimer (rechts) und Physio Jens Vergers begleiten ihn. © imago images/Nordphoto
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Die Begründung des Trainers

Slomkas Begründung deckt auf, warum Ostrzolek auch in Zukunft eher wenig Einsätze bekommen wird. "Wir hatten zwar den Matze noch mit dabei", sagte Slomka, "aber wir brauchten ein bisschen Schnelligkeit und da habe ich gedacht, dass wir tendenziell einen spielstarken und ballsicheren Mittelfeldspieler brauchen wie den Flo (Muslija), der aus der Distanz was machen kann und eine gute Standardsituation hat."

Gleichzeit stellte Slomka Kapitän Edgar Prib auf die Position des Linksverteidigers. "Keine schöne Umstellung", fand Slomka. Aber der Schönheitsfehler war dem Trainer immer noch lieber, als Ostrzolek einzuwechseln. Slomkas Favorit wäre Miiko Albornoz gewesen, der aber gesperrt war. "Da hätten wir gerade den Miiko (Albornoz) gebraucht, gerade was das Tempo angeht und Power über die linke Seite", sagte der Trainer.

Der Linksverteidiger war einer der ersten Neuzugänge bei Hannover 96 nach der Rückkehr in die Bundesliga.

Nicht gefackelt: Nur zwei Tage nach dem Aufstieg wurde der Transfer von Matthias Ostrzolek vom Hamburger SV zu Hannover 96 öffentlich (Mai 2017). Bei den Roten unterschrieb Ostrzolek einen Vertrag bis 2020. Zur Galerie
Nicht gefackelt: Nur zwei Tage nach dem Aufstieg wurde der Transfer von Matthias Ostrzolek vom Hamburger SV zu Hannover 96 öffentlich (Mai 2017). Bei den Roten unterschrieb Ostrzolek einen Vertrag bis 2020. ©

Wechsel des Beraters

Für Ostrzolek ist die Situation nicht neu. Er wusste schon in der Vorbereitung, dass es schwierig für ihn werden würde. Er wollte schon im Sommer weg und wechselte die Agentur. Seine alte Agentur "Arena11" (u.a. mit Thomas Strunz und Dirk Dufner) hatte für Ostrzolek im Sommer 2017 einen erstklassigen Vertrag bis Sommer 2020 ausgehandelt, der auch in der 2. Liga noch bundesligareif ist.

Die Einsatzprämie ist enorm, auch in der 2. Liga soll Ostrzolek 1,2 Million Euro pro Saison verdienen können - wenn er spielen würde. Seine neue Agentur SEG aus Amsterdam fand ebenfalls keinen neuen Klub für den 29-Jährigen.

Weggedrückt: Mirko Slomka im Training mit Matthias Ostrzolek. Im Spiel ließ der 96-Trainer den linken Verteidiger auf der Bank schmoren.
Weggedrückt: Mirko Slomka im Training mit Matthias Ostrzolek. Im Spiel ließ der 96-Trainer den linken Verteidiger auf der Bank schmoren. © Florian Petrow

Der Erste im Kraftraum

Ein unzufriedener Ostrzolek hilft 96 natürlich auch nicht weiter. Als Profi bringt er Vieles mit, er leistet viele Sonderschichten, ist meistens der erste Spieler im Kraftraum, fast nie verletzt, will auf dem Platz auch immer den Ball haben. Aber ihm fehlt das Tempo, zudem Ballsicherheit und er hat im Eins-gegen-Eins Probleme - Punkte, die Slomka gegen Osnabrück dazu bewegten, eher eine andere Lösung zu finden.

Für Ostrzolek gibt es in der aktuellen Situation nur zwei Lösungen: Entweder er wechselt schon im Winter, um mehr Spielzeit zu bekommen, oder er sitzt seinen Vertrag bis zum Sommer weitestgehend auf der Bank aus.

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