11. Mai 2020 / 12:21 Uhr

Wechsel fix: Schwarz-Rot Neustadt bekommt seinen "Wunschspieler"

Wechsel fix: Schwarz-Rot Neustadt bekommt seinen "Wunschspieler"

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Jacob Krüger (2.v.l.) läuft ab der kommenden Saison wieder für Schwarz-Rot Neustadt auf.
Jacob Krüger (2.v.l.) läuft ab der kommenden Saison wieder für Schwarz-Rot Neustadt auf. © Archiv-Foto Möller
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Landesliga Nord: Wie schon 2014 wechselt Jacob Krüger vom MSV Neuruppin in die Pferdestadt.

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Das runde Leder ruht im Hans-Beimler-Stadion an der Schulstraße ob der gegenwärtigen Corona-Pandemie, hinter den Kulissen ist beim SV Schwarz-Rot Neustadt dagegen mächtig Bewegung. Nachdem bekannt wurde, dass Ricardo Ferreira Ratte nach der derzeit unterbrochenen Spielzeit seinen Trainerposten räumt, stand mit Silvano Fiore, der noch in Diensten des Langener SV steht, bereits der Nachfolger beim Fußball-Landesligisten fest. Nun ist auch der erste Neuzugang für die Saison 2020/21 fix. Mit Jacob Krüger kehrt ein alter Bekannter, der bereits zwischen 2014 und 2017 drei Jahre das schwarz-rote Trikot trug, in die Pferdestadt zurück.

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Der 29-jährige Innenverteidiger kommt vom Brandenburgliga-Vertreter MSV Neuruppin, welchen er bereits zum dritten Mal verlässt. Beim Lindower SV erlernte der 1,90-Meter-Hüne, der im Lindower Ortsteil Schönberg aufwuchs, einst das Fußball-Abc. In der Fontanestadt reifte Jacob Krüger wenig später zum großen Talent, weshalb ihm sogar der Sprung auf die Lausitzer Sportschule gelang, wo er auch für die A-Junioren des FC Energie Cottbus kickte. In der Saison 2010/11 schnupperte Krüger erstmals Luft im Herrenbereich, als er mit dem Ludwigsfelder FC in der Oberliga aktiv war.

Nach nur einer Spielzeit zog es den Defensivspezialisten aber in heimische Gefilde zurück. Von 2011 bis 2014 und von 2017 bis jetzt schnürte er die Töppen für den MSV Neuruppin, dazwischen lagen die drei Jahre beim SV Schwarz-Rot, für die er künftig wieder verteidigen will. „Das waren tolle Jahre in Neustadt, an die ich mich gerne zurückerinnere. Die familiäre Atmosphäre ist toll, neben mir bekannten Spielern wie Kevin Gotthardt, Johannes Wilke oder Jeffrey Kniestedt sind es auch Karina und Ronald Legde, die alles für den Verein geben und mit denen man gerne zusammenarbeitet. Ich wollte jetzt einfach nochmal etwas Neues erleben und freue mich auf diese Herausforderung“, erklärt der zweikampfstarke Krüger, für den die geringere Anstrengung ein maßgeblicher Faktor für den Wechsel war: „Ich stand auch mit Eintracht Alt Ruppin und dem SV Altlüderdorf im Kontakt, doch bei Neustadt trainieren wir wahrscheinlich nur zweimal die Woche. Irgendwann steht vielleicht ein Hausbau auf dem Programm, auch über Nachwuchs wird nachgedacht, weshalb ich nicht traurig bin, wenn sich der persönliche Aufwand künftig minimiert.“

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Auch Neu-Coach Silvano Fiore, der Krüger bereits als Physiotherapeut behandelte, woraus sich eine Freundschaft entwickelte, hatte Anteil an der Rückkehr: „Dadurch, dass Jacob bereits in Neustadt gespielt hat, habe ich mich auch mit ihm ausgetauscht. Er ist ein absoluter Wunschspieler, der uns mit seiner Klasse und seiner Qualität enorm weiterhelfen wird und durchaus auch eine Identifikationsfigur werden kann.“ Neben diesem „Transferhammer“, wie ihn Silvano Fiore bezeichnet, sollen alsbald auch weitere neue Gesichter in Neustadt zu sehen sein. „Das werden wir dann alles bekanntgeben, wenn es soweit ist.“

Jacob Krüger selbst, der bis zum offiziellen Saisonende noch dem Märkischen Sportverein angehört, verlässt die Neuruppiner mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Natürlich werde ich die Jungs vermissen, mit denen ich im letzten Jahr auch gerne in die Oberliga aufgestiegen wäre. Ich werde mich auf alle Fälle nochmal ordentlichen und persönlich verabschieden“, sagt die Abwehrkante, für die das Landespokal-Halbfinale 2018 gegen Babelsberg 03 (0:2) das größte Highlight war. Große Ziele setzt sich Krüger auch bei seinem alten und neuen Verein: „Ich will mit Neustadt oben mitspielen. Vielleicht ist irgendwann sogar wieder der Aufstieg in die Brandenburgliga drin.“ Der gelang ihm schon einmal im schwarz-roten Trikot – in der Meistersaison 2014/15.