07. Mai 2021 / 14:47 Uhr

Wechsel vom Tisch, Vertrag verlängert: Peter Gulacsi bleibt bis 2025 bei RB Leipzig

Wechsel vom Tisch, Vertrag verlängert: Peter Gulacsi bleibt bis 2025 bei RB Leipzig

Guido Schäfer / Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
 Peter Gulacsi bleibt RB Leipzig langfristig erhalten.
Peter Gulacsi bleibt RB Leipzig langfristig erhalten. © IMAGO/Picture Point LE
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Es ist eine der zentralen Personalien bei RB Leipzig. Nun konnten die Verantwortlichen des Bundesligisten einen Haken hinter diese Angelegenheit machen. Peter Gulacsi wird den Klub im Sommer nicht verlassen, verlängert statt dessen seinen Vertrag bei den Sachsen bis 2025. Auch Torwarttrainer Frederik Gößling bleibt.

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Leipzig. Das dürfte bei den Fans von RB Leipzig für große Freude sorgen und auch dem ab Sommer beim Bundesligisten arbeitenden Coach Jesse Marsch ein ordentliches Lächeln ins Gesicht zaubern. Peter Gulacsi wird auch in den kommenden Jahren bei den Messestädtern zwischen den Pfosten stehen. Der Club bestätigte am Freitagnachmittag, dass der ursprünglich bis 2023 datierte Vertrag mit dem ungarischen Torhüter verlängert wird.

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"Internationales Top-Niveau"

Damit ist ein Wechsel des 31-Jährigen in diesem Sommer vom Tisch. Zu den Interessenten hatte Medienberichten zufolge auch Leipzigs kommender Doppel-Gegner Borussia Dortmund gehört. Gulacsi hätte den Club nach Saisonende per Ausstiegsklausel verlassen können. Eine solche soll es im neuen bis 2025 gültigen Arbeitspapier nun nicht mehr geben.

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"Es macht uns stolz, dass Péter Gulacsi unseren Weg seit Jahren maßgeblich begleitet und dann 2025 bereits zehn Jahre bei RB Leipzig sein wird", erklärte Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter des Bundesligisten. "Pete ist ein absoluter Teamplayer und genießt aufgrund seiner sportlichen wie menschlichen Qualitäten große Wertschätzung im Verein und bei den Fans. Mit ihm wollen wir auch zukünftig unsere ambitionierten Ziele erreichen, daher freuen wir uns sehr über das langfristige Bekenntnis."

Gemeinsam mit dem Ungarn verlängert auch Torwarttrainer Frederik Gößling seinen Kontrakt bei den Roten Bullen. Er bleibt bis 2026. Beide arbeiten seit 2015 zusammen, schätzen sich. Gößling bescheinigte seinem Schützling im Interview mit dem SPORTBUZZER "internationales Top-Niveau" und schwärmte beinahe: "Peter Gulacsi ist ein sehr leistungsorientierter und ehrgeiziger Mensch. Das wird sicherlich auch bis zum Ende seiner Karriere so bleiben. Trotzdem finden wir – zum Glück – gemeinsam immer wieder kleine Details, an denen wir arbeiten wollen und können, um noch einen Schritt zu gehen."

Der Keeper wiederum weiß, was er an seinem Trainer hat. "Die Zusammenarbeit mit Frederik Gößling ist sehr gut und wir sind ein eingespieltes und vor allem sehr ehrgeiziges Team. Umso schöner ist es für mich, dass ich mit Freddy an meiner Seite in die kommenden Jahre bei RB Leipzig gehen werde und freue mich auf alles, was kommt – denn wir haben noch eine Menge vor!"

"Wohlfühlatmosphäre ist wichtig für mich"

Peter Gulacsi steht seit 2015 bei RB zwischen den Pfosten, wechselte damals aus Salzburg an die Pleiße, folgte hier nach einer Anlaufphase auf den bei den Fans beliebten Fabio Coltorti. Inzwischen ist der 31-Jährige bei den Roten Bullen nicht mehr wegzudenken und tragende Säule der Erfolge der vergangenen Jahre. "Das war und ist eine außergewöhnliche und sehr erfolgreiche Zeit und diese wollen wir gern zusammen weitererleben", so der Keeper. In der laufenden Saison blieb er in 15 von 31 Bundesliga-Partien ohne Gegentor und führt damit die Rangliste "Weiße Weste" vor Wolfsburgs Koen Casteels an.

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Gulacsi hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, sich in Leipzig wohl zu fühlen. Mit Frau Diana und Sohn Dominik Zsoltan wohnt er in einem Haus am Markkleeberger See. Im Jahresverlauf erwarten die Gulacsis ihr zweites Kind. "Leipzig ist für uns ein zweites Zuhause geworden und genau diese Wohlfühlatmosphäre ist wichtig für mich, um bestmögliche Leistungen bringen zu können", sagt der Ungar. "Meine Frau und ich erinnern uns immer wieder mit Gänsehaut an das Pokalspiel 2017 gegen den FC Bayern, als es erstmals Gulácsi-Sprechchöre gab. Das war ein ganz besonderer Moment, der mir gezeigt hat, wie sehr unsere Fans hinter mir stehen. Ich bin stolz darauf, mir diese Unterstützung erarbeitet zu haben und freue mich umso mehr auf die Spiele, die wieder mit Zuschauern stattfinden können. "