12. Februar 2020 / 18:50 Uhr

Wechsel-Zoff zwischen Kreisrivalen Eutin 08 und Oldenburger SV

Wechsel-Zoff zwischen Kreisrivalen Eutin 08 und Oldenburger SV

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Moritz Achtenberg - hier gegen Sami Allagui - verlässt Eutin 08 und schließt sich dem Oldenburger SV an.
Moritz Achtenberg - hier gegen Sami Allagui - verlässt Eutin 08 und schließt sich dem Oldenburger SV an. © Agentur 54°
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Abgang von Defensivspieler Moritz Achtenberg zum OSV stößt den "Rosenstädtern" sauer auf.

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Dieser Wechsel innerhalb der Flens-Oberliga sorgt für mächtigen Zündstoff. Noch trägt Moritz Achtenberg das Trikot von Eutin 08, zur neuen Saison 2020/21 hat der Innenverteidiger seine Zusage aber ausgerechnet beim Erzrivalen Oldenburger SV gegeben.

Trainer Albrecht kennt seinen neuen Schützling aus Schönwalder Zeiten

Achtenberg bestätigte auf Nachfrage den bevorstehenden Wechsel, möchte sich jedoch nicht weiter dazu äußern. Der 21-Jährige gab lediglich zu Protokoll: „Berufliche Gründe spielen eine Rolle. Viel mehr möchte ich gar nicht sagen. Ich glaube das ist schon brisant genug.“ Oldenburgs Trainer Florian „Ebbe“ Albrecht freut sich über einen „Klasse-Transfer". Ich war mit Moritz immer im Kontakt. Wir kennen uns aus Schönwalde und hatten ein gutes Gespräch. Er ist ein junger, ehrgeiziger Spieler und wollte einen Tapetenwechsel“, sagt der 35-Jährige.

Achtenberg möchte die Saison vernünftig zu Ende spielen

Am Montag (10. Februar) hat der 1,93 m große Defensivspieler die Eutiner Trainer Dennis Jaacks und Hendrik Block informiert, dass er die Rosenstädter nach sieben Jahren verlassen wird. Am Waldeck ist man aus allen Wolken gefallen. Denn mit Achtenberg verliert der abstiegsbedrohte Klub einen Stammspieler. Erst kürzlich lobte Jaacks seinen Schützling gegenüber dem LN-Sportbuzzer für dessen konstant guten Leistungen. „Wir hätten gern mit ihm weitergearbeitet“, sagt der 08-Coach und ergänzt: „Es stehen wichtige Wochen vor uns, in denen wir ihn brauchen. Er hat signalisiert, dass er die Saison vernünftig zu Ende spielt. Daran werden wir ihn messen.“

Eutin 08-Urgestein "Eddy" Schultz zutiefst empört

„Die Nachricht, dass er uns verlässt, haben wir mit großer Enttäuschung entgegen genommen“, sagt unterdessen Eutins Sportlicher Leiter „Eddy“ Schultz, der Moritz einst persönlich aus Schönwalde zum Waldeck geholt hat. „Wir haben ihn groß gemacht und alle haben ihm den Rücken gestärkt. Wir hätten uns gewünscht, dass er vorher mit uns gesprochen hätte. Das ist ganz schlechter Stil. Ich bin menschlich total enttäuscht. Dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden, hätte ich nicht erwartet. Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass er uns dubiöse Aussagen für den Wechsel genannt hat. Der Oldenburger Trainer Florian Albrecht soll ihm eine Stammplatzgarantie zugesagt haben und, dass er nur einmal in der Woche trainieren braucht. Solch eine Aussage von einem Trainer aus der Oberliga kann ich nicht nachvollziehen. Das ist ebenfalls ganz schlechter Stil.“ Albrecht („Solche Worte sind nicht gefallen“) dementiert, derartige Zusagen gegeben zu haben.

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Auch am OSV lässt Schultz kein gutes Haar. „Wir hätten uns ebenso gefreut, wenn der Verein uns vorher informiert hätte. Der Wechsel wird in einer Phase rausgehauen, wo wir uns mitten im Abstiegskampf befinden. Dafür habe ich kein Verständnis. Das könnte Unruhe bringen.“ In diesem Zusammenhang verweist Schultz auf den Wechsel von Philip „Blubber“ Nielsen zurück nach Oldenburg. „Wir haben uns damals anständig verhalten, haben uns auch nicht quer gestellt und keine überzogenen Forderungen gestellt. Wir sind Nachbarvereine. Wenn das jetzt die Art und Weise ist, dann gute Nacht. Dann werden wir jetzt Spieler auch direkt angraben.“

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