25. Mai 2022 / 17:34 Uhr

Wechselfehler in der Relegation? HSV ließ wohl möglichen Hertha-Regelverstoß rechtlich prüfen

Wechselfehler in der Relegation? HSV ließ wohl möglichen Hertha-Regelverstoß rechtlich prüfen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Relegations-Rückspiel zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV soll es vermeintlich einen Wechselfehler von Trainer Felix Magath gegeben haben. Doch daran ist wohl nichts dran.
Beim Relegations-Rückspiel zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV soll es vermeintlich einen Wechselfehler von Trainer Felix Magath gegeben haben. Doch daran ist wohl nichts dran. © IMAGO/Revierphoto (Montage)
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Wegen eines möglichen Wechselfehlers von Hertha BSC hat der Hamburger SV nach der Relegations-Pleite eine rechtliche Prüfung in Auftrag gegeben, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Aussicht auf Erfolg dürfte der Vorstoß aber wohl nicht haben.

Zwei Tage nach dem verlorenen Relegations-Rückspiel gegen den Bundesligisten Hertha BSC gibt es unter Fans des Hamburger SV die Diskussion über einen möglichen Wechselfehler der Berliner und einen Einspruch. In der Schlussphase des Spiels am vergangenen Montagabend (0:2) wurden Marvin Plattenhardt (81.) und Ishak Belfodil (82.) ersetzt. Danach gingen Suat Serdar (85.) und Kevin-Prince Boateng (90.) vom Feld. Laut FIFA-Regeln dürfen fünf mögliche Wechselspieler aber nur in drei Blöcken pro Halbzeit ausgetauscht werden.

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Hertha-Klassenerhalt gerät nicht in Gefahr

Nach Informationen des Hamburger Abendblatt habe der HSV die Szenen auf eine mögliche Regelverletzung mithilfe eines Justiziars prüfen lassen. Der Verein bestätigte das nicht. Ein Twitter-User schrieb: "Selbst wenn es ein Wechselfehler sein sollte: So würde ich nicht aufsteigen wollen. Dann lieber noch ein Jahr und sportlich verdienen!"

Waren es nun drei oder vier getrennte Wechsel? Zwischen der gemeinsam angezeigten Auswechslung von Plattenhardt und Belfodil lagen 35 Sekunden, weil sich die führende Hertha Zeit ließ. Das Spiel war zwischenzeitlich aber von Schiedsrichter Deniz Aytekin nicht wieder angepfiffen worden. De facto bleibt es laut Regelwerk damit ein Wechselblock. "Die ersten beiden Wechsel (81. und 82. Minute) fanden in ein und demselben Slot statt. Alles regelkonform also", bestätigten auch die Experten des Schiedsrichter-Blogs "Collinas Erben" Ein Einspruch ist somit nicht möglich, weil kein Fehler vorlag. Der Klassenerhalt der Berliner gerät nicht in Gefahr.