01. Mai 2022 / 21:28 Uhr

Wedel besiegt: Dresden Titans dringen ins Play-off-Halbfinale vor

Wedel besiegt: Dresden Titans dringen ins Play-off-Halbfinale vor

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Daniel Kirchner (links gegen Wedels Al-Fayed Alegbe) knackte im 99. Spiel für die Titans die magische Marke von 1000 Punkten.
Daniel Kirchner (links gegen Wedels Al-Fayed Alegbe) knackte im 99. Spiel für die Titans die magische Marke von 1000 Punkten. © Steffen Manig
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Die Dresdner Pro-B-Basketballer gewinnen das dritte Viertelfinalspiel gegen den SC Rist Wedel mit 95:74 und treffen nun auf das Team aus Wolmirstedt.

Dresden. Die 80:88-Niederlage am Freitagabend in Wedel war nicht eingeplant, aber sie wurde den Dresden Titans zum Glück auch nicht zum Verhängnis, denn am Sonntag zeigte sich der Meister der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd in besserer Verfassung und gewann das entscheidende dritte Play-off-Viertelfinale gegen den SC Rist klar und deutlich mit 95:74 (15:16, 35:16, 15:20, 30:22). Damit stehen die „Titanen“ erstmals in der Vereinsgeschichte in einem Pro-B-Halbfinale und können weiter vom Aufstieg in die Pro A träumen. Nächster Gegner sind nun am 7. Mai (18 Uhr, Margon-Arena) die SBB Baskets Wolmirstedt.

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Mit Selbstvertrauen weitergemacht

Dass es am Freitag nicht nach Wunsch gelaufen war, da die Würfe nicht fallen wollten, wie sie sollten, das steckten die Männer von Trainer Fabian Strauß gut weg. Nach einer fünfstündigen Zugfahrt zurück nach Dresden trafen die „Titans“ am Sonnabend erst um 13 Uhr wieder zu Hause ein, um sich schon um 17 Uhr erneut in der Halle zu treffen. „Wir sind erst einmal 15 Minuten durchgegangen, wie Wedel gegen uns verteidigt hat und wie wir dagegen agieren wollen“, erzählte Strauß am Sonntag davon, wie er seinen Männern vor einer halbstündigen Yoga-Einheit noch einmal „eine Gebrauchsanleitung“ für das dritte Spiel aufgezeigt hatte.

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Und die Maßnahme griff dann auch am Spieltag, denn nach einem engen ersten Viertel drehten die Gastgeber vor 723 Zuschauern an der Bodenbacher Straße richtig auf und überrollten die Holsteiner im zweiten Durchgang regelrecht, als sie das Viertel mit 35:16 klar für sich entschieden. „Endlich haben wir mal unser Ding gemacht, hinten Stopps geholt, sind schnell nach vorn, haben unser Spiel durchgedrückt. Da wird es für den Gegner schwer mitzuhalten“, freute sich Strauß über die Leistungsexplosion zum richtigen Zeitpunkt.

Entscheidend war wohl auch, dass die Dresdner am Sonntag nicht vor den Distanzwürfen zurückschreckten, obwohl die in Wedel zu selten verwandelt worden waren. „In Wedel hatten wir auch viele offene Würfe, haben sie nicht getroffen. Der Trainer meinte aber, okay, wir werfen weiter, zu Hause treffen wir immer besser. Wir haben sie dann auch mit Selbstvertrauen genommen und glücklicherweise auch getroffen“, erzählte Nico Wenzl, dem drei von sechs Dreier-Versuchen und insgesamt 13 Punkte gelangen.

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„Das erste Viertel war schon knapp“

Mit einer Dreier-Quote von 41 Prozent (12 von 29) konnte man gut leben, denn Wedel hatte da nur 30 Prozent (8 von 27) zu bieten. Bei den Zweiern war Dresden mit 61 zu 40 Prozent noch überlegener. Gleich vier Spieler punkteten zweistellig, bei den Gästen nur drei. Einer der zielsicheren Dresdner Schützen war Daniel Kirchner. Der Point Guard steuerte 19 Zähler und acht Assists zum Sieg bei. Damit durchbrach er im 99. Spiel für die Titans die magische Grenze von 1000 Punkten, steht jetzt bei 1008. Bester Punktesammler war Grant Teichmann mit 20 Zählern.

Dass beide Spieler schnell einnetzten, war extrem wichtig. Flügelspieler Sebastian Heck erklärte: „Als die ersten zwei Würfe bei Daniel und Grant reingefallen sind, hat es klick gemacht. Das hat uns allen einen Push gegeben. Wir sind ein Team, dass sich über die Offense definiert. Klar muss man hinten auch verteidigen, aber wenn man sieht, dass vorne ein paar Bälle reinfallen, wird es immer lockerer.“ So lief der Angriff noch einmal richtig heiß, fehlten auf der Habenseite am Ende nur fünf Zähler zu 100 Punkten. Geschäftsführer Rico Gottwald war nach Spielschluss zufrieden: „Das erste Viertel war schon knapp. Das kann auch mal nach hinten losgehen, aber dann haben wir das Spiel routiniert zu Ende gespielt, haben nichts mehr anbrennen lassen.“

Punktbeste Dresdner Werfer: Teichmann 20, Kirchner 19, Nießen und Wenzl je 13.

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