18. März 2019 / 16:18 Uhr

Weg in Liga zwei wird für den HC Leipzig wohl doch nicht leichter

Weg in Liga zwei wird für den HC Leipzig wohl doch nicht leichter

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Co-Trainer Max Berthold (l.) und HCL-Coach Jacob Dietrich sind mit ihrem Team auf Kurs.
Co-Trainer Max Berthold (l.) und HCL-Coach Jacob Dietrich sind mit ihrem Team auf Kurs. © Christian Modla
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Die Handballerinnen des HC Leipzig halten weiter Kurs Richtung Staffelsieg. Die Hoffnung einiger Fans, der Club können die Aufstiegsrelegation vielleicht geschickt umgehen, scheint sich indes nicht zu erfüllen.

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Leipzig. Es passte einfach alles in den sonntäglichen Handball-Rahmen: Die jungen HCL-Damen des Trainergespanns Jacob Dietrich/Max Berthold fegten den Thüringer HC II mit 32:15 aus der Brüderhalle und festigten den Drittliga-Spitzenplatz, zuvor hatte die B-Jugend den Einzug in die DM-Endrunde perfekt gemacht. Zwischendurch präsentierte Vereinspräsident Rainer Hennig die Kampagne „100.000 Euro für den Aufstieg“. Von Fans, Sponsoren und Partnern sollen 1000 mal 100 Euro für den Zweitliga-Aufstieg gesammelt werden.

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Derbysieg für die Handballerinnen des HC Leipzig: Gegen die Zweite des Thüringer HC gewannen die Messestädterinnen mehr als deutlich 32:15. Zur Galerie
Derbysieg für die Handballerinnen des HC Leipzig: Gegen die Zweite des Thüringer HC gewannen die Messestädterinnen mehr als deutlich 32:15. © Christian Modla
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„Von unseren Anhängern haben wir die Rückinfo, dass sie uns unterstützen werden. Auch von Sponsoren gibt es gute Signale. Fakt ist: Wir brauchen noch Geld“, betont Hennig, der von einem Unterstützer spontan 1000 Euro zugesagt bekam. In Liga zwei wird mit einem Etat von 400.000 Euro gerechnet.

Zieht Nellingen zurück?

Hand in Hand mit dem HCL geht die Firma Logobild.de. Deren Chef Torsten Peinert (39) überreichte vor der Partie ein Kunstwerk in blau-gelb. „Die Seele eines Unternehmens“ nennt es der sportbegeisterte Leipziger, dessen Töchter Jil und Zita im HCL-Nachwuchs spielen. Das spielerische Unikat wird noch gerahmt und dann im Vereinsbüro beziehungsweise im Foyer der Brüderstraße einen Platz finden. Peinert verspricht, dass von jedem bis zum 30. April verkauften Logobild 500 Euro dem HCL zugute kommen.

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Möglicherweise geht auch die Aufstiegsmission leichter von der Hand. Wie die Esslinger Zeitung berichtet, wird Erstligist TV Nellingen (derzeit Tabellenvorletzter) seine Mannschaft aus dem Oberhaus zurückziehen, kann wirtschaftlich nicht für die Zweite Liga planen und will in Liga drei neu anfangen.

Fällt damit die Relegation für die Leipzigerinnen flach? „Nein. Die Verbands-Prämisse lautet, erst Mannschaften zu fragen, die oben drüber spielen. Wenn es anders kommen sollte, nehmen wir es natürlich gern mit“, erklärt Coach Dietrich. Nach momentanem Stand würde der HCL, der den Staffelsieg am 14. April im Heimspiel gegen Mainz 05 II vorzeitig perfekt machen kann, gegen den Sieger der Süd-Staffel spielen. Dort führt Freiburg mit 30:6 Punkten die Tabelle vor dem ESV Regensburg (24:12) an.

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