17. Mai 2020 / 09:35 Uhr

Wegen Corona: RB Leipzigs Frauen bangen um den Zweitliga-Aufstieg

Wegen Corona: RB Leipzigs Frauen bangen um den Zweitliga-Aufstieg

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Die Damen von RB Leipzig hatten in der bisherigen Saison häufig Grund zum Jubeln. Ob man auch den Aufstieg in die 2. Liga bejubeln darf, steht in den Sternen.
Die Damen von RB Leipzig hatten in der bisherigen Saison häufig Grund zum Jubeln. Ob man auch den Aufstieg in die 2. Liga bejubeln darf, steht in den Sternen.
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Die RB-Damen haben in der Regionalliga Nordost einen komfortablen Vorsprung - doch wegen der Corona-Krise steht der Aufstieg ins Bundesliga-Unterhaus auf der Kippe. Im Juniorenbereich stehen die Zeichen auf Saisonabbruch, Entscheidungen für die Zukunft wurden bei den Roten Bullen trotzdem getroffen.

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Leipzig. Zehn Punkte und 37 Treffer in der Tordifferenz beträgt der Vorsprung der RB-Frauen, die in der Regionalliga Nordost mit 14 Siegen und einem Remis einsam ihre Kreise ziehen. Doch werden die Kickerinnen von Trainerin Katja Greulich sieben Spieltage vor dem eigentlichen Saisonende zum Staffelsieger gekürt und vom NOFV als Meister an den DFB gemeldet?

RB will aufsteigen

Seit 8. März ruht der Ball. Alles spricht dafür, dass die Saison nicht fortgesetzt wird. Doch neben der Endabrechnung nach 15 statt 22 Spieltagen steht auch ein Abbruch ohne Wertung im Raum. Eine Entscheidung fällt wohl erst beim DFB-Bundestag am 25. Mai, wo vor allem über die Frauen-Bundesligen und die dortige Auf- und Abstiegsregelung abgestimmt wird.

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RB hat die feste Absicht aufzusteigen. Der Gegner in den Aufstiegs-Playoffs ist bereits ausgelost: RB würde auf den Meister der Regionalliga West treffen. Dort hat der 1. FC Köln II im Moment vier Punkte Vorsprung. Nach altem Spielplan waren die Aufstiegsspiele für Anfang Juni angesetzt. Im Nordosten wären die ambitionierten Berliner Teams Viktoria und Union sicher froh, wenn sie ab Herbst nicht noch einmal auf die RB-Damen treffen müssten.

Vierkampf bei den B-Junioren

Wie ist der Stand bei den Junioren? Der Großteil der Vereine aus der U19- und U17-Bundesliga hat sich für einen Saisonabbruch der Ligen sowie des DFB-Pokals ausgesprochen hat. 50 von 53 Vereinen stimmten für dieses Szenario. 34 Vereine würden eine temporäre Aufstockung der Staffeln (keine Absteiger, aber Aufsteiger) befürworten, 13 Klubs sprachen sich dafür aus, die neue Saison mit exakt den unveränderten Teams zu absolvieren, vier Vereine votierten für eine Umsetzung der Auf- und Abstiegsregel.

Für RB verlief die Saison sehr unterschiedlich. Die A-Junioren verloren recht früh den Anschluss an die Spitzenteams. Sechs Spieltage vor Schluss führen die Nachwuchsbullen das Mittelfeld an. Sie liegen mit 16 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Werder Bremen auf Rang fünf. Dagegen hätten die B-Junioren in einem spannenden Vierkampf mit Hertha BSC, Werder Bremen und dem Hamburger SV noch alle Chancen auf den Staffelsieg – zuletzt bezwangen sie Tabellenführer Hertha 1:0.

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Kurth beerbt Blessin

Personell hat die Nachwuchsakademie der Roten Bullen bereits die Weichen für die neue Saison gestellt. Der bisherige U19-Coach Alexander Blessin strebt den nächsten Karriere-Schritt an. Der 46-Jährige verlässt die Sachsen, um im Männerbereich Fuß zu fassen. Der Ex-Stuttgarter gewann 2018 mit RB die Nordost-Meisterschaft der U17, sein Team scheiterte im DM-Halbfinale am FC Bayern. Ein Jahr später zog er mit der U19 ins DFB-Pokalfinale ein, wo sich der VfB Stuttgart als eine Nummer zu groß erwies.

Sein Nachfolger wird der aktuelle U17-Coach Marco Kurth. Dessen jetziges Team übernimmt Co-Trainer Tim Krömer. Die U16 coacht weiter Robin Peter, der zugleich den Fußballlehrer-Lehrgang beim DFB absolvieren wird. Tom Stuckey rückt als Übungsleiter von der U13 zur U15 auf. In der U14 bekommt Alexander Portleroy mit Christian Hanne einen Assistenten, der 2016 bis 2018 beim 1. FC Lok Leipzig spielte.