02. Mai 2019 / 21:14 Uhr

Wegen Diskriminierung: Roter Stern Leipzig kritisiert Sportgericht des SFV

Wegen Diskriminierung: Roter Stern Leipzig kritisiert Sportgericht des SFV

Christian Neffe
Leipziger Volkszeitung
Das Sportgericht des SFV hat den ATSV Frisch Auf Wurzen zu einer Strafe von 750 Euro verurteilt. 
Das Sportgericht des SFV hat entschieden... © dpa
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Während der Auswärtspartie gegen den SV Naunhof kam es im vergangenen Dezember mutmaßlich zu diskriminierenden Beleidigungen gegen Spieler von Roter Stern Leipzig. Der Verein kritisiert die nun gefallenen Urteile des Sportgerichts.

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Connewitz. Der Fußballverein Roter Stern Leipzig 99 kritisiert die Entscheidung des Verbandsgerichts des Sächsischen Fußballverbandes (SFV) bezüglich mutmaßlich homophober, sexistischer und rassistischer Beleidigungen gegenüber ihren Spielern. Diese hätten beim Spiel gegen den SV Naunhof stattgefunden.

Wie der Verein mitteilt, sei in den nun vorliegenden Urteilen des Sportgerichts der „diskriminierende Charakter der Provokationen nicht anerkannt und teilweise relativiert“ worden. Roter Stern habe deshalb um eine Neubewertung der Urteile beim Verband gebeten. Dies wurde mittlerweile jedoch abgelehnt.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel des RSL gegen SV Naunhof vom Mai 2018

Roter Stern Leipzig 99 - SV Naunhof (1:0) Zur Galerie
Roter Stern Leipzig 99 - SV Naunhof (1:0) © Sylvio Hoffmann/Kollektiv Lumen
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Konkret geht es um drei Vorfälle während der Partie am 8. Dezember 2018. Der erste Schuldspruch des Gerichts verurteile „den rassistisch beleidigten Spieler von Roter Stern wegen angeblicher Beleidigungen seinerseits, obwohl hier Aussage gegen Aussage steht“, teilt der Verein mit. Die „eingestandenen rassistischen Beleidigungen eines Naunhofer Spielers werden im zweiten Schuldspruch nicht als solche eingeordnet oder benannt“. Im dritten Urteil werde ein weiterer Naunhofer Spieler freigesprochen, da das Sportgericht die Frage „Bist du schwul, oder was?“ als Reaktion auf enge Deckung „als fußballtypisch“ werte.

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Roter Stern kritisiert, dass die „ausgesprochenen Diskriminierungen“ vom Sportgericht weder eingeordnet noch konkret benannt würden. „Da eine Berufung der Verfahren ausgeschlossen ist, fordern wir zumindest eine klare Positionierung und eine Neubewertung der Verfälle durch den Verband“, ergänzt Roter-Stern-Pressesprecher Conrad Lippert.

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