01. Dezember 2020 / 08:58 Uhr

Wegen drohender Quarantäne: Dresdner SC will später in den CEV-Cup starten

Wegen drohender Quarantäne: Dresdner SC will später in den CEV-Cup starten

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Alexander Waibl, Volleyball-Trainer vom Dresdner Sportclub.
Trainer Alexander Waibl (M.) und seine DSC-Damen steigen wohl erst später in den CEV-Cup-Wettbewerb ein. © Steffen Manig
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Die Türkei steht beim Robert-Koch-Institut noch immer auf der Liste der Risikogebiete. Es besteht eine Reisewarnung. Trotzdem sollen die Volleyballerinnen des Dresdner SC in der kommenden Woche in Istanbul im CEV-Cup antreten. Der Club bemüht sich um eine Verlegung.

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Dresden. Eigentlich würden die DSC-Volleyballerinnen in der kommenden Woche in den diesjährigen CEV-Pokal starten. Bei einem Turnier im türkischen Istanbul (8./9.12.) sollten die Elbestädterinnen zunächst das Achtelfinale gegen Branik Maribor (Slowenien) bestreiten, der Sieger dieser Partie würde einen Tag später auf den Gewinner der Begegnung zwischen Gastgeber Galatasaray Istanbul und Bundesligist SC Potsdam treffen.

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Doch der DSC hat gemeinsam mit Potsdam die Verlegung des Turniers beantragt. „Wir haben bewegte Wochen hinter uns“, gesteht DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Weil nach wie vor eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die Türkei besteht und das Land vom Robert-Koch-Institut auf der Liste der Risikogebiete steht, habe man in verschiedenen Stufen nach Lösungen gesucht. Das Problem liegt dabei vor allem darin, dass bei der Ausreise aus dem Land die türkischen Behörden einen negativen Corona-Test verlangen, der nicht älter als 48 Stunden ist. „Mannschaft und Trainerteam müssten sich also in der Türkei einem Test unterziehen und sollte ein Befund positiv ausfallen, müsste die Person in jedem Fall in der Türkei in einer zweiwöchigen Quarantäne bleiben. Diesem Risiko wollen wir uns nicht aussetzen“, erläutert Zimmermann.

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Ein Rückzug aus dem Europapokal kämme für den fünfmaligen deutschen Meister, der seit elf Jahren ununterbrochen auf internationalem Parkett unterwegs ist, aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. „Zum einen haben wir vertragliche Verpflichtungen unseren Sponsoren gegenüber, zum anderen würde es eventuell auch eine Strafe nach sich ziehen“, so die Geschäftsführerin.



Freitag gegen Wiesbaden

Zwar fehlte bis gestern die schriftliche Bestätigung durch die CEV, doch das Turnier soll nun wahrscheinlich auf Februar verschoben werden. Übrigens hatten sich auch der DSC und Potsdam um die Turnier-Ausrichtung beworben. Das Los fiel auf Istanbul. Fraglich allerdings, ob sich die Bedingungen bis zum Februar deutlich verbessern.

Für den DSC geht es nun erst einmal in der Bundesliga weiter. Die Partie beim VC Wiesbaden war wegen des CEV-Cups vorsorglich von Sonnabend auf Freitag (18 Uhr) vorverlegt worden.

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