10. Juni 2019 / 18:35 Uhr

Wegen Gehirnerschütterung: UEFA will vierten Wechsel-Spieler erlauben

Wegen Gehirnerschütterung: UEFA will vierten Wechsel-Spieler erlauben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spielte weiter trotz Gehirnerschütterung: Jan Vertonghen.
Spielte weiter trotz Gehirnerschütterung: Jan Vertonghen. © Getty
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Um die Spieler vor Gehirnerschütterungen zu schützen, will die UEFA eine vierte Auswechslung ermöglichen. Dafür sollen die Regeln geändert werden. Zuletzt sorgen immer wieder Spieler und Vereine für Aufsehen, die sichtlich benommene Akteure weiterspielen ließen.

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Die NFL hat das Concussion Protokoll - und der Fußball bald eine vierte Auswechslung? Immer wieder gibt es Wirbel um Kopfverletzungen im Fußball. Vor allem in den vergangenen Wochen gab es Spieler, die besser nicht hätten weiterspielen sollen nach einem Zusammenstoß. Weil die Mannschaften aber oftmals nicht zu früh wechseln wollen, bleiben verletzte Spieler oft auf dem Platz.

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Negativ-Beispiele gab es zuletzt viele. Unter anderem spielte Tottenhams Jan Vertonghen im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Ajax Amsterdam nach einer langen Behandlungspause weiter, obwohl er sichtlich benommen war. Wenig später konnte er sich nicht mehr auf den Beinen halten und musste mit Hilfe in die Kabine gebracht werden.

Gehirnerschütterung: Negativ-Beispiele Vertonghen und Badstuber

Auch im Bundesliga-Relegationsspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin gab es einen Aufreger. Die beiden Innenverteidiger des VfB Stuttgart, Holger Badstuber und Ozan Kabak, rasselten nach 20 Minuten im Relegations-Rückspiel zwischen Union Berlin und den Stuttgartern mit den Kopfen so stark zusammen, dass sich beide stark blutende Wunden zuzogen. Der Schmerz hielt auch nach Abpfiff an: Durch ein 0:0 in Berlin stieg Stuttgart ab.

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Beide Spieler mussten sich auf dem Platz behandeln lassen und bekamen von den Ärzten einen Turban umgebunden, wirkten aber stark benommen. Doch das nütze nichts bis zur Pause - Badstuber und Kabak bluteten weiter stark. Im Netz regten sich die Fans auf, dass beide Spieler weitermachen durften.

NFL hat das Concussion Protokoll

In der Nordamerikanischen Football-Liga NFL werden in solchen Fällen die Spieler von Ärzten außerhalb des Spielfeldes im sogenannten Concussion-Protokoll untersucht, um Gehirnerschütterungen auszuschließen.

UEFA fordert vierte Auswechslung

Die UEFA will den Fußball nun ebenfalls auf eine Art sicherer machen. "Das UEFA-Exekutivkomitee bittet FIFA und IFAB, die aktuelle Vorgehensweise bei Gehirnerschütterungen zu überprüfen und über mögliche Regeländerungen bei den Auswechslungen nachzudenken", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.

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Demnach will die UEFA eine vierte - oder eine vorübergehende - Auswechslung einführen. Bei einem Verdacht auf Gehirnerschütterung soll ein neutraler Arzt den Spieler untersuchen, während ein Ersatzspieler einspringen könnte. Ist alles in Ordnung, dürfe der Spieler wieder zurück aufs Feld - ohne, dass ein Wechsel angerechnet wird. Auch eine vierte Auswechslung ist im Gespräch.

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