21. April 2021 / 19:23 Uhr

Wegen geplanter Super-League-Teilnahme: ManUtd-Boss entschuldigt sich bei Fans

Wegen geplanter Super-League-Teilnahme: ManUtd-Boss entschuldigt sich bei Fans

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joel Glazer (rechts), Eigentümer von Manchester United, schrieb einen offenen Brief.
Joel Glazer (rechts), Eigentümer von Manchester United, schrieb einen offenen Brief. © imago images/PA Images
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Die Super League ist gescheitert. Nach dem öffentlichem Druck und der harten Kritik der Fans zogen zehn der zwölf Teilnehmer ihren Start zurück. Der Boss von Manchester United, Joel Glazer, entschuldigte sich für den geplanten Start bei den Fans.  

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Der US-amerikanische Milliardär Joel Glazer, Eigentümer und Vorstandschef des englischen Erstligisten Manchester United, hat sich bei den Fans des Klubs für die Teilnahme an der missglückten Gründung der Super League entschuldigt. "Wir lagen falsch und wir wollen beweisen, dass wir die Dinge wieder in Ordnung bringen können“, schrieb Glazer in einem offenen Brief, der am Mittwoch auf der Klub-Webseite veröffentlicht wurde.

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Er glaube weiterhin daran, dass der Fußball nachhaltiger organisiert werden müsse. "Wir akzeptieren aber vollkommen, dass die Super League nicht der richtige Weg dafür war", so Glazer weiter. Er habe auch verstanden, dass der Vorstand besser mit den Fans kommunizieren müsse, die "immer das Herz des Vereins sein werden." Zuvor hatte sich bereits der US-Geschäftsmann und Eigentümer des FC Liverpool, John W. Henry, in einem Video für die Teilnahme an den Super-League-Plänen entschuldigt.

Zwölf europäische Spitzenklubs, darunter neben Liverpool und Manchester United vier weitere englische Premier-League-Vereine sowie Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese hätte in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union UEFA gestanden. Aus der Bundesliga hatte sich kein Klub der Super League angeschlossen. Finanziert werden sollte das Milliarden-Projekt durch eine US-Großbank.

Nur rund 48 Stunden später sagten alle beteiligten sechs englischen Klubs ihre Teilnahme an dem Projekt nach heftigen Fan-Protesten und Widerstand von Verbänden und Politik wieder ab. Die Super League gilt damit als gescheitert.