18. August 2022 / 19:14 Uhr

Wegen Missbrauchs-Affäre um Jan Hempel: Wassersprung-Bundestrainer suspendiert

Wegen Missbrauchs-Affäre um Jan Hempel: Wassersprung-Bundestrainer suspendiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lutz Buschkow
Lutz Buschkow © imago/Eibner
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Der Deutsche Schwimm-Verband greift durch: Weil Ex-Weltklasse-Springer Jan Hempel auch Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow belastete, hat der DSV den Coach suspendiert. Hempel hatte zuvor öffentlich über die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den inzwischen gestorbenen Werner Langer berichtet.

Der Deutsche Schwimm-Verband hat Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow in Zusammenhang mit der Missbrauchs-Affäre um den ehemaligen Weltklasse-Springer Jan Hempel suspendiert. "Dem amtierenden Bundestrainer Wasserspringen Lutz Buschkow wird in der Dokumentation vorgeworfen, er habe zum damaligen Zeitpunkt Kenntnis über die Vorwürfe Jan Hempels gegenüber seinem damaligen Trainer Werner Langer gehabt. Der DSV-Vorstand prüft diesen Vorwurf aktuell intensiv", hieß es in einer ersten Stellungnahme des Verbandes am Donnerstagabend. Zum jetzigen Zeitpunkt habe die bereits durchgeführte Akteneinsicht keinerlei derartige Anhaltspunkte ergeben, hieß es weiter.

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Der Prozess der Aufklärung sei noch nicht abgeschlossen. "Dennoch hat sich der DSV-Vorstand aufgrund seiner hohen moralischen Ansprüche dazu entschieden, Herrn Buschkow bis zur finalen Klärung des Sachverhaltes mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit als Bundestrainer Wasserspringen im DSV freizustellen."

In einer Dokumentation der ARD unter dem Titel "Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport" berichtete der Olympia-Zweite von Atlanta 1996, Hempel, in bewegenden Worten erstmals öffentlich über die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den inzwischen gestorbenen Werner Langer – und darüber, dass Hempel Buschkow Vorwürfe beim Umgang damit machte.