30. März 2021 / 16:34 Uhr

Wegen Reiseverbot: Schlitte gewinnt internationales Silber im Keller

Wegen Reiseverbot: Schlitte gewinnt internationales Silber im Keller

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Internationaler Erfolg im Keller: Der Wolfsburger Armwrestler Matthias Schlitte holte bei einer Challenge Silber.
Internationaler Erfolg im Keller: Der Wolfsburger Armwrestler Matthias Schlitte holte bei einer Challenge Silber. © Privat
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Erste internationale Medaille im Jahr 2021 für Matthias Schlitte! Der Armwrestler des VfL Wolfsburg musste angesichts von Reiseverbot und Kontaktbeschränkungen dafür nur in den eigenen Keller gehen. Was da auf ihn wartete, war allerdings Schwerstarbeit.

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Runter in den Keller, rauf zu internationalen Höhenflügen. Trotz Reiseverbot und Kontaktbeschränkungen feierte Armwrestler Matthias Schlitte vom VfL Wolfsburg einen besonderen Erfolg: „Leider lassen die Auflagen nur Turniere in wenigen Ländern zu, sodass die Armwrestling-Szene immer neue Herausforderungen im Kraftsportbereich sucht“, sagt der zwölffache deutsche Meister. Bei der Pronation-Challenge gewann er nun Silber.

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Ziel dieser Herausforderung ist es, ein möglichst hohes Gewicht an einem Judogurt mit einem Arm, welcher parallel zum Boden bleiben muss, in die Höhe zu stemmen. Dabei wird das Gurtband nur in die Hand gelegt, dann das Gewicht hochgehoben. "Pronation bezeichnet die Drehbewegung beziehungsweise das Einknicken des Handgelenks, welches eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Bewegung beim professionellen Armdrücken darstellt", erklärt Schlitte. Beim internationalen Vergleich traten Armwrestler aus Australien, Nordamerika und Europa an. In zwei Wertungskategorien wurde Edelmetall für das höchste Maximalgewicht und das höchste Gewicht im Vergleich zur Körpermasse vergeben.

Alle Teilnehmer mussten ihre Wertungsvideos einschicken, die Sieger wurden im Rahmen einer Sportshow (Uncle Jons Armwrestling Show) per Live-Stream auf Youtube prämiert. Der Wolfsburger steigerte sich nach mehreren Versuchen auf ein Gewicht von 42,7 Kilogramm und landete in der ersten Kategorie auf Platz sieben.

In der zweiten Wertungsklasse ließ Schlitte aufgrund seines leichteren Körpergewichts von 75 Kilogramm jedoch viele seiner Konkurrenten hinter sich. Schlussendlich landete der VfLer hinter dem US-amerikanischen Champion Rob Vigeant auf Rang zwei und freute sich über Silber. Mit einer gehobenen Masse von 42,7 kg brachte er es damit auf 57 Prozent seines Körpergewichts.

„Ein schöner Erfolg gegen die internationale Spitzen-Konkurrenz, es werden sicher noch einige dieser Wettbewerbe folgen. Allerdings bin ich froh, wenn bald wieder richtige Armwrestling-Turniere stattfinden", sagt Schlitte. "Ich kämpfe lieber gegen Menschen als gegen kalte Zahlen.“

Deshalb bereitet sich Schlitte weiterhin auf die Europameisterschaft Mitte Juni in Kiew (Ukraine) vor, nachdem in den vergangenen zwei Wochen wieder Turniere in den USA und Osteuropa stattfanden. Ein Video über die verschiedenen Versuche und den Weg zur Silbermedaille gibt es auf Schlittes Youtube-Kanal „Hellboy Armwrestling Entertainment“ sowie auf seinen Social Media-Kanälen bei Facebook, Instagram und Tik Tok.