27. September 2022 / 21:14 Uhr

Wegen Tod einer 22-Jährigen: Proteste vor Länderspiel des Iran in Österreich

Wegen Tod einer 22-Jährigen: Proteste vor Länderspiel des Iran in Österreich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vor dem 1:1 zwischen dem Iran und dem Senegal in Wien kam es in Maria Enzersdorf zu Protesten.
Vor dem 1:1 zwischen dem Iran und dem Senegal in Wien kam es in Maria Enzersdorf zu Protesten. © IMAGO/GEPA pictures (2), Montage
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Im Vorfeld der Partie zwischen dem Iran und der Nationalmannschaft aus dem Senegal ist es zu Demonstrationen gekommen. So protestierten laut Polizeiangaben rund 100 Personen vor dem Stadion im österreichischen Maria Enzersdorf.

Vor dem Länderspiel des Iran gegen Senegal (1:1) im österreichischen Maria Enzersdorf ist es vor dem Stadion im Zusammenhang mit dem Tod der 22-jährigen Iranerin Mahsa Amini zu Protesten gekommen. Rund 100 Personen hatten demonstriert, dazu hatten laut eines Polizeisprechers mehrere nicht akkreditierte Personen versucht, ins Stadion zu gelangen. Dies sei verhindert worden. Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Das Tor für die iranische Mannschaft erzielte Bayer Leverkusens Stürmer Sardar Azmoun. Senegals Offensiv-Star Sadio Mané blieb im Vergleich zur ersten Partie der Senegalesen während der Länderspielphase gegen Bolivien (2:0) ohne eigenes Tor.

Azmoun hatte sich bereits vor der Partie mit den iranischen Frauen solidarisiert und dies in einer Instagram-Story zum Ausdruck gebracht. "Wegen der Regeln der Nationalmannschaft durften wir bis zum Abschluss unseres Trainingslagers nichts sagen, aber ich kann kein Schweigen mehr ertragen. Schmeißt mich raus. Wenn dadurch ein Haar einer iranischen Frau gerettet wird, hat es sich gelohnt. Schämt euch, die ihr Menschen so leicht tötet. Lang leben die iranischen Frauen", wird der Leverkusen-Stürmer vom Kicker zitiert.

Amini war im Iran von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen worden und am 16. September unter ungeklärten Umständen gestorben. Seitdem kommt es im Land und auch weiteren Städten weltweit zu Protesten. Die Demonstranten im Iran sprechen von Polizeigewalt, die Behörden weisen dies zurück.

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