06. Oktober 2022 / 10:16 Uhr

Wegen Volksverhetzung: Anzeige gegen ehemaligen Stadionsprecher von Lok Leipzig

Wegen Volksverhetzung: Anzeige gegen ehemaligen Stadionsprecher von Lok Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Mirko Linke war 19 Jahre lang Stadionsprecher von Lok Leipzig.
Mirko Linke war 19 Jahre lang Stadionsprecher von Lok Leipzig. © IMAGO/Picture Point
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Gegen Mirko Linke, ehemaliger Stadionsprecher von Lok Leipzig, wurde Anzeige erstattet. Es besteht Verdacht auf Volksverhetzung. Der sächsische Traditionsklub hatte sich schon direkt nach dem Vorfall von Linke getrennt.

Es geht um das Verbreiten einer antisemitischen Nachricht: Gegen Mirko Linke, den ehemaligen Stadionsprecher des sächsischen Traditionsvereins Lokomotive Leipzig, ist von Amts wegen Anzeige wegen des Verdachts auf Volksverhetzung erstattet worden. Das bestätigte Polizeisprecherin Dorothea Benndorf am Mittwoch der Leipziger Volkszeitung (LVZ+), die wie der SPORTBUZZER zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehört.

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"Die Anzeige ist gefertigt und am Mittwoch zur Vorlage an die Staatsanwaltschaft Leipzig gegeben worden", sagte Benndorf mit dem Verweis, dass aufgrund des laufenden Verfahrens "keine weiteren Angaben gemacht werden" können. Linke soll über einen Kurznachrichtendienst das gezeichnete Bild von "Meister Proper" geteilt haben, der eine Sonnenbrille trägt, in der sich die Rampe des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz spiegelt. "Good night, Green White" ist darunter zu lesen - eine Anspielung auf den Erzrivalen BSG Chemie Leipzig, deren Vereinsfarben grün und weiß sind.

Der Vorfall ereignete sich Ende September, kurz vor dem Derby der beiden Teams im Sachsenpokal. Linke entschuldigte sich seinerzeit für den "unbeabsichtigten Fehler", wie er das Teilen des Bildes bezeichnete. Lok Leipzig hatte sich umgehend von Linke getrennt, der zuvor 19 Jahre mit dem Verein verbunden war – neben seiner Funktion als Stadionsprecher unter anderem auch als Sponsor der Nachwuchsmannschaften. Der Verein setze sich für Loyalität, Respekt, Fairness und Toleranz ein und trete "aktiv und konsequent gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus auf", hieß es in einer Mitteilung.

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