07. Juni 2020 / 16:54 Uhr

Torflaute vorbei! VfL-Stürmer Weghorst fand sich selbst "zu enthusiastisch"

Torflaute vorbei! VfL-Stürmer Weghorst fand sich selbst "zu enthusiastisch"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wout Weghorst beendet seine Torflaute
Raus mit der Freude: Wout Weghorst erzielte für den VfL Wolfsburg in Bremen den Siegtreffer.
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In der ersten Halbzeit eine dicke Chancen liegengelassen, aber dann war der ehrgeizige VfL-Stürmer Wout Weghorst endlich mal wieder zur Stelle - und beendete seine Torflaute. Großen Anteil daran hatte Felix Klaus, der Offensivmann des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten glänzte als Vorbereiter.

Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen... Nach dem Ende seiner Torflaute jubelte Wout Weghorst zunächst einmal mit der Kamera, bevor er sich bei Vorbereiter Felix Klaus bedankte. Der Flügelspieler hatte den Sturmriesen beim Sieg des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg bei Werder Bremen mustergültig bedient. "Ich war nach meinem Tor ein bisschen zu enthusiastisch", meinte Weghorst nach seinem siegbringenden 1:0. "Aber dann habe ich mich bei ihm bedankt. Das war zu 70 Prozent sein Tor, das war ein super Ball", lobte der Niederländer im Interview bei DAZN.

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Spieler beider Mannschaften knien gemeinsam auf dem Rasen am Mittelkreis, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen ©

Es war richtig gut, wie es der VfL da kurz vorm Ende machte: Ballgewinn des guten Kevin Mbabu, dann hat Marin Pongracic die Kugel, bedient Mbabu, der mit Tempo auf Bremens Abwehr rennt - und im richtigen Augenblick auf der rechten Seite Klaus bedient. Top-Flanke auf den ersten Pfosten - und dann hat Weghorst bei seinem zwölften Bundesliga-Tor leichtes Spiel. Was hat Klaus da genau gut gemacht? "Er spielt ihn direkt und knallhart rein - und ich gehe direkt auf den ersten Pfosten. Da muss ich dann auch da sein", erklärte Weghorst.

Für Klaus war es der erste Einsatz nach Gelb-Rot gegen Dortmund. Nach seinen Einwechslungen zuletzt hatte der Ex-Hannoveraner nur ganz selten Akzente im VfL-Spiel setzen können, diesmal jedoch war das anders. "Die Flanke war jetzt nicht so schlecht", meinte Klaus grinsend. "Und dann dieser perfekte Kopfball." Es war Klaus' zweite Torvorbereitung in dieser Saison. Es hätten jedoch schon mehr sein können, zumal Weghorst und er sich im Training beim Zusammenspiel immer wieder suchen und auch finden. In den Spielen jedoch fanden sie sich viel zu selten. Klaus: "Der Trainer hat mir vor der Einwechslung gesagt, ich soll Gas geben."

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Klaus machte das, Weghorst ebenfalls. Wolfsburgs Nummer 9 hatte - auch bedingt durch die lange Corona-Pause - schon über drei Monate nicht mehr getroffen. Beim 2:2 bei Union Berlin war das zuletzt der Fall gewesen. Nach dem Re-Start hing der Niederländer oftmals in der Luft, bekam kaum Bälle. Gegen Frankfurt wäre der Knoten fast geplatzt, doch bei seiner Doppelchance scheiterte er gleich zweimal an Eintracht-Keeper Kevin Trapp - auch in Bremen fehlte dem sonst so abgezockten Nationalspieler in der ersten Halbzeit die Coolness vorm Tor. Nach einem schönen Zuspiel von Joao Victor hatte er mit einem klasse ersten Kontakt zwar Bremens Veljkovic vernascht, dann jedoch scheiterte er an Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Wieder nicht drin - wie zuletzt eben. Weghorst: "Die vergangenen Wochen waren schon ein bisschen frustrierend für mich."

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Aber kurz vorm Ende beendete Weghorst nach 436 Minuten ohne Erfolgserlebnis dann doch noch seine Torflaute. "Die Einwechslungen von Felix Klaus und Daniel Ginczek am Ende haben uns gutgetan, wir hatten mehr Tiefgang drin, da sind mehr Räume für uns aufgegangen", analysierte der Stürmer: "Und dann weißt du immer, dass da noch eine Möglichkeit kommen kann. Das war diesmal auch so. Diesmal war ich da - super für uns und super für mich persönlich." Insgesamt sei das ein "super Tag" gewesen, an dem der VfL seiner miesen Bilanz gegen Werder (sechs Siege, zwei Remis) dank Weghorst und Klaus ein Ende bereitete.

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