10. Juli 2020 / 14:18 Uhr

Weibliche Nachwuchsteams des HSV Wildau überzeugen

Weibliche Nachwuchsteams des HSV Wildau überzeugen

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die weibliche A-Jugend mit Ex-Trainer Patrick Karg (l.) erreichte in der vergangenen Saison in der Brandenburgliga den zweiten Rang. 
Die weibliche A-Jugend mit Ex-Trainer Patrick Karg (l.) erreichte in der vergangenen Saison in der Brandenburgliga den zweiten Rang. © Privat
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Handball-Brandenburgliga: Sportwartin Sarah Klopsch ist stolz über gezeigte Leistungen.

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Auch die weiblichen Handball-Nachwuchsteams des HSV Wildau waren vom coronabedingten vorzeitigen Abbruch der Saison Mitte März in ihren jeweiligen Ligen betroffen. „Mit dem Abschneiden der einzelnen Mannschaften waren wir sehr zufrieden, denn alle Teams konnten die im Vorfeld gesteckten Ziele erreichen. Einige zeigten sogar besonders gute Leistungen“, sagt Sarah Klopsch, die im vergangenen Januar auf der Mitgliederversammlung zur Sportwartin beim HSV Wildau gewählt wurde. In ihrer Funktion ist sie unter anderem für die Weiterbildung der einzelnen Trainer des Vereins zuständig, kümmert sich um das Passwesen und vor allem auch darum, dass jede Mannschaft überhaupt erst einmal einen Trainer zur Verfügung hat.

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Weibliche A-Jugend wird Zweiter in der Brandenburgliga

„Aktuell bin ich derzeit noch dabei eine kleine Lücke zu füllen, denn die weibliche B-Jugend ist nach dem Weggang ihres Coaches noch für die kommende Saison 2020/2021 ohne Übungsleiter. Aber ich bin mir relativ sicher, dass dies zum Saisonauftakt nicht mehr der Fall sein wird“, so die 33-Jährige, die seit 20 Jahren beim HSV Wildau Mitglied ist und in der neuen Spielzeit im Team der ersten Frauen in der Verbandsliga aktiv sein wird. Die weibliche A-Jugend erreichte in der abgebrochenen Spielzeit den zweiten Platz in der Brandenburgliga.

Pauline Siehl warf in der B-Jugend 120 Tore. 
Pauline Siehl warf in der B-Jugend 120 Tore. © Privat

„Das war ein sehr ordentliches Resultat des Teams, da es nur dem ungeschlagenen Staffelsieger Falkensee den Vortritt lassen musste“, lautet das kurze Fazit von Klopsch. Zur neuen Saison steht Trainer Patrick Karg nicht mehr zur Verfügung. Er übernimmt eine andere Aufgabe beim HSV. Mit Nancy Rintisch (Chefcoach) und Sarah Klopsch (Co.- und Torwarttrainerin) konnten zwei Nachfolgerinnen aus dem eigenen Verein für Karg gefunden werden. Für die Saison 2020/2021 wird es einen großen Umbruch in der Mannschaft geben, da sich etliche Spielerinnen aus verschiedenen Gründen abgemeldet haben. Zudem werden zwei Akteurinnen in den Frauenbereich wechseln. „Wir nehmen die komplette B-Jugend aus der vergangenen Serie mit zu der A-Jugend hoch und werden mit diesem Kader weiterspielen“, informiert die Sportwartin.

Mit 120 Toren wird Pauline Siehl beste Werferin

Ebenfalls in der Brandenburgliga landete die B-Jugend auf dem dritten Rang. „Auch dieses Abschneiden war ein sehr gutes Ergebnis, da unser Team nur der Sportschulenmannschaft aus Frankfurt/Oder und dem Oberliga-Absteiger Doberlug-Kirchhain die ersten beiden Plätze überlassen musste“, berichtet Klopsch. Ein Extralob bekommt von ihr Rückraumspielerin Pauline Siehl, die mit 120 Treffern Platz eins in der Torschützenliste erreichen konnte. „Pauline wird in der kommenden Spielzeit unter anderem auch bei den ersten Frauen zum Einsatz kommen, da sie unheimlich viel Potenzial hat“, kündigt Klopsch jetzt schon an.

Die C-Jugend erreichte in der Oberliga von vier Mannschaften den zweiten Rang hinter der Sportschule Frankfurt/Oder. „Leider gibt es in dieser Altersklasse deutliche Nachwuchsprobleme. Aus diesem Grund starten wir 2020/2021 in der Kreisliga, in der es dann wieder zehn Mannschaften geben wird“, berichtet die Flughafen-Mitarbeiterin. „Aktuell arbeiten wir an einem Konzept, um neue Mädels für den Handball zu gewinnen. Dafür werden wir zum Beispiel in die Schulen in der Region gehen, um zu gucken, welche Mädchen in dieser Altersklasse Lust auf unsere Sportart haben.“

Bei der weiblichen D-Jugend, in der es noch keine Oberliga- oder Brandenburgliga gibt, wurde der HSV Vierter in der Kreisliga. „Dieses Team konnte die Konstanz, die es schon in den vergangenen Jahren an den Tag legte, auch in der vergangenen Serie bestätigen. Trainerin Cindy Seehof legte ein großes Augenmerk darauf, dass von den 20 Mädchen auch alle zum Einsatz kommen. In diesem Altersbereich geht es in erster Linie nur um Spielpraxis“, informiert Klopsch. So war es auch in der E-Jugend, die den 5. Platz in der Kreisliga belegte.