19. September 2019 / 23:43 Uhr

Weil Arnold macht, was die Waschfrau sagt: Wolfsburg freut sich über Arbeitssieg

Weil Arnold macht, was die Waschfrau sagt: Wolfsburg freut sich über Arbeitssieg

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auftakttor: Arnold trifft für den VfL Wolfsburg gegen Olexandrija.
Auftakttor: Arnold trifft für den VfL Wolfsburg gegen Olexandrija. © Roland Hermstein
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Arbeitssieg bei der Rückkehr auf die internationale Bühne: Der VfL Wolfsburg besiegt Olexandrija mit 3:1, Arnold, Mehmedi und Brekalo treffen. Der erste Torschütze sorgte für den Spruch des Abends.

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Der VfL Wolfsburg ist zurück auf Europas Fußball-Bühne – ohne jedoch großartig zu glänzen. Das 3:1 (2:0) gegen Ukraine-Klub FC Olexandrija vor der Minuskulisse von 10.200 Zuschauern in der VW-Arena war eines der Sorte Arbeitssieg, das jedoch nie gefährdet war. Maximilian Arnold, Admir Mehmedi (mit einem gefühlvollen Heber) und Josip Brekalo stellten die Weichen auf Sieg.

Yevhen Banada war zwar nach gut einer Stunde der zwischenzeitliche Anschlusstreffer des Tabellendritten aus der ukrainischen Premier-Liga gelungen, doch nur ein paar Sekunden später jubelten wieder die VfL-Profis. Brekalo erzielte nach feiner Vorarbeit des ebenfalls guten Mehmedi das 3:1 – damit hat der kleine Kroate jetzt in allen drei Wettbewerben (Bundesliga, Pokal, Europa League) getroffen. Kurze Zeit später durfte er raus, Lukas Nmecha kam für den Nationalspieler, der am Montag in der Liga gegen 1899 Hoffenheim wieder erste Wahl ist. Das dürfte auch für Mehmedi gelten, dem Nationalspieler der Schweiz war ein sehenswerter Treffer gelungen, als der Ball nach einem gefühlvollen Schuss von halbrechts im langen Eck landete. Mehmedi über seine Bogenlampe: „Ich muss ehrlich sagen, ich habe den Ball schlecht mitgenommen. Aber ich wollte schon schießen und nicht flanken. Dass er dann so reingeht, umso besser.“

Fussball, Europa League, Gruppenphase 1. Spieltag, VfL Wolfsburg - FC Olexandrija, Saison 2019/20, 19.09.2019, Volkswagen Arena Zur Galerie
Fussball, Europa League, Gruppenphase 1. Spieltag, VfL Wolfsburg - FC Olexandrija, Saison 2019/20, 19.09.2019, Volkswagen Arena ©
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Irgendwie durfte man in der zweiten Halbzeit ein bisschen das Gefühl haben, dass die Wolfsburger in der englischen Woche die Kräfte schonen. Das Team von Trainer Oliver Glasner tat nicht mehr, als es unbedingt musste und spielte die Sache ruhig und geduldig zu Ende. Ein Ende, an dem man merkte, dass die Ukrainer müde waren und noch höher hätten verlieren können. Doch Arnolds Knaller, der beim Viertelfinal-Aus des VfL in der Champions League im April 2016 das letzte Wolfsburger Tor auf internationaler Ebene erzielt hatte, und dem gestern Abend beim Europa-Comeback das erste gelang, rauschte am Pfosten vorbei. VfL-Torjäger Wout Weghorst scheiterte wiederum an Olexandrija-Torhüter Yuriy Pankiv.

„Das sind Spiele, in denen jeder einen Sieg von uns erwartet. Aber das ist gegen einen aggressiven Gegner, der versucht, das Maximum herauszuholen, nicht so einfach, wie es vielleicht auf dem Papier aussieht“, sagte Mehmedi. Der VfL habe sich in den ersten Minuten schwergetan, „aber sobald wir schnell gespielt haben, war es brandgefährlich.“ Das sah auch Maximilian Arnold nicht anders. Das Wolfsburger Eigengewächs: „Jeder hat vorher gesagt, dass wir gewinnen müssen. Aber teilweise waren sie mit zehn Mann im eigenen Strafraum.“ Und doch fand der VfL Lösungen, Arnold selbst eröffnete den Torreigen - und lieferte den Spruch des Abends:. „Jeder im Verein sagt immer zu mir, dass ich schießen soll – selbst die Waschfrau. Da bin ich dann dankbar, dass der Torwart den reingelassen hat.“

Dass nur 10.200 Zuschauer zum ersten Spiel in der Europa League gekommen waren, fand er nicht gut. Arnold: „Für die, die im Stadion waren, ist es traurig. Die, die da waren, sind die wahren Fans. Wenn du internationalen Fußball sehen willst, kommst du auch zu solch einem Spiel ins Stadion.“

Die Einzelkritik zum Spiel des VfL Wolfsburg in der Europa League gegen den FC Olexandrija

<b>Pavao Pervan:</b> Der Keeper erlebte einen überwiegend ruhigen Abend, meist diente er als Anspielstation für die Dreierkette. Wirklich geprüft wurde der Österreicher nicht. - Note:3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Der Keeper erlebte einen überwiegend ruhigen Abend, meist diente er als Anspielstation für die Dreierkette. Wirklich geprüft wurde der Österreicher nicht. - Note:3 ©
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