06. Oktober 2019 / 19:39 Uhr

Weltmeisterin! Malaika Mihambo holt Gold im Weitsprung bei der Leichtathletik-WM

Weltmeisterin! Malaika Mihambo holt Gold im Weitsprung bei der Leichtathletik-WM

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Malaika Mihambo hat bei der Leichtathletik-WM in Doha eine neue Weltjahresbestleistung im Weitsprung aufgestellt.
Malaika Mihambo hat bei der Leichtathletik-WM in Doha eine neue Weltjahresbestleistung im Weitsprung aufgestellt. © 2019 Getty Images
Anzeige

Die Weitspringerin Malaika Mihambo ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat die Goldmedaille im Weitsprung bei der Leichtathletik-WM gewonnen - in Weltjahresbestleistung!

Malaika Mihambo hat die Nerven behalten! Die deutsche Weitspringerin gewann am Sonntagabend in Doha souverän die Gold-Medaille - mit Weltjahresbestleistung von 7,30 Metern. Damit blieb sie knapp unter dem Weltmeisterschaftsrekord von 7,36 Metern, den die US-Amerikanerin Jackie Joyneer-Kerser seit 1987 hält. Silber ging an Maryna Bekh-Romanchuk (allerdings mit 38 Zentimetern Rückstand auf Mihambo!), Bronze an die Nigerianerin Ese Brume.

Anzeige

Überraschend kam der Erfolg nicht. Die beste Weitspringerin in diesem Jahr sprang schon in der Qualifikation am Vortag allen davon und kratzte erneut an den sieben Metern, die sie nun neun Mal in diesem Jahr übersprang - gleich drei Mal im Finale. Inklusive der Weltmeisterschaft gewann sie alle elf Wettkämpfe, bei denen sie in diesem Jahr am Start war.

Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM in Doha

Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM: Unter anderen Christina Schwanitz, Konstanze Klostermann und Malaika Mihambo holten Edelmetall. Zur Galerie
Das sind die deutschen Medaillengewinner der Leichtathletik-WM: Unter anderen Christina Schwanitz, Konstanze Klostermann und Malaika Mihambo holten Edelmetall. ©

Ich habe alle Wettkämpfe gewonnen, bei denen ich am Start war. Meistens mit um die 20 Zentimeter Vorsprung. Das ist außergewöhnlich und zeigt, auf welch gutem Niveau ich mich befinde“, sagte sie im Vorfeld der WM im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. „Ich weiß, dass ich momentan die Stärkste bin", sagte sie vorher. Das hat sie nun auch beim Saisonhöhepunkt eindrucksvoll bewiesen - auch wenn sie Nerven zeigte. Im ersten Versuch sprang sie deutlich vor dem Brett ab, sprang trotzdem 6,52 Meter. Auch den zweiten Versuch verpatzte sie, übertrat. Im dritten Versuch traf die das Brett nahezu optimal und flog so weit, wie noch nie in ihrem Leben.

Zu erwarten war die Entwicklung in diesem Jahr dennoch nicht. In den vergangenen Saisons hatte Mihambo mit großen Verletzungsprobleme zu kämpfen, dachte sogar offen über ein Karriereende nach. Doch sie kämpfte sich zurück – und hat nimmt nun nicht mehr alles so wichtig. „Klar erwarten andere einen Sprung über sieben Meter. Aber wenn es an dem einen Tag nicht klappt, dann ist das so“, sagte sie im Vorfeld.

Außerdem hat sie einen großen Vorteil gegenüber ihren Konkurrentinnen: Sie ist ebenfalls eine starke Sprinterin, gewann vor einigen Wochen bei der deutschen Meisterschaft in Berlin Bronze. „Die Schnelligkeit ist das A und O und noch wichtiger als die Sprungkraft. Ich bin zudem leicht und kann so mit der Schnelligkeit noch mehr anfangen“, sagte sie.