28. September 2018 / 13:48 Uhr

Bericht: Kein Stimmenkauf für das Sommermärchen 2006

Bericht: Kein Stimmenkauf für das Sommermärchen 2006

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wurde die WM 2006 gekauft? Welt-Recherchen entlasten nun Franz Beckenbauer, den Vater des Sommermärchens.
Wurde die WM 2006 gekauft? "Welt"-Recherchen entlasten nun Franz Beckenbauer, den Vater des "Sommermärchens". © imago
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Wofür wurden die mysterösen 6,7 Millionen Euro verwendet, die Franz Beckenbauer 2002 von Adidas-Chef Louis-Dreyfus erhielt? Laut "Welt"-Recherchen ist klar: Nicht für den Kauf der WM 2006.

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War es doch ein „Sommermärchen“? Die mysteriösen 6,7 Millionen Euro, die Franz Beckenbauer 2002 vom damaligen Adidas-Chef Louis-Dreyfus erhielt, sind nach Recherchen der Zeitung Die Welt nicht für den Kauf von Stimmen für die Weltmeisterschaft 2006 verwendet worden. Das berichtet die Zeitung mit Verweis auf die dem Blatt vorliegenden Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft.

Was machen die Helden vom Sommermärchen 2006?

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Demnach sei das Geld „in einem anderen bislang unbekannten Zusammenhang privat eingesetzt“ worden. Unklar bleibt dennoch, warum die Millionen später an den früheren Fifa-Finanzchef Mohamed Bin-Hammam überwiesen wurden. Auch zahlten damalige DFB-Funktionäre dieselbe Summe – ausgewiesen als Beitrag zu einer WM-Kulturgala – über die Fifa an Dreyfus zurück.

Laut „Welt“ wurde im Zusammenhang mit den Transaktionen nie gegen Beckenbauer von Seiten der Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt, gegen die ehemaligen DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt hingegen schon – wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung. Ob es zu einem Prozess kommen wird, sei derzeit noch unklar.

Keine Ermittlungen gegen Beckenbauer in Deutschland

Laut Welt wurde im Zusammenhang mit den Transaktionen nie gegen Beckenbauer von Seiten der Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt, gegen die ehemaligen DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt hingegen schon – wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung. Ob es zu einem Prozess kommen wird, sei derzeit noch unklar.

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