10. Juli 2019 / 15:48 Uhr

Weltcup-Finale der Ruderer: Ocik gespannt auf die Kontrahenten

Weltcup-Finale der Ruderer: Ocik gespannt auf die Kontrahenten

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Ist es gewohnt, Goldmedaillen zu gewinnen: Ruderer Hannes Ocik aus Schwerin – hier mit WM- und EM-Plakette, die er 2018 gewonnen hat.
Ist es gewohnt, Goldmedaillen zu gewinnen: Ruderer Hannes Ocik aus Schwerin – hier mit WM- und EM-Plakette, die er 2018 gewonnen hat. © Danny Gohlke
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Das Siegen ist für Hannes Ocik und seine Teamkollegen im Deutschland-Achter fast schon Gewohnheit. Vor dem Weltcup-Finale in Rotterdam ist der Ruderer aus Schwerin gespannt, in welcher Verfassung die Konkurrenten sind. Das Weltcup-Finale ist Generalprobe für die WM, die Ende August in Linz beginnt.

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„Ich rufe zurück. Sitze gerade auf dem Ruder-Ergometer.“ Wer vorhat, mit Hannes Ocik ein längeres Telefonat zu führen, sollte sich einen Termin geben lassen. Der Tag des Schlagmanns aus dem Deutschland-Achter ist voll durchgeplant. „Die meisten Leute sind jetzt im Urlaub. Bei mir heißt es trotzdem: Hantelbank statt Ostseestrand“, berichtet der Ausnahme-Athlet.

Am Mittwoch saß der Mann, der in Rostock lebt, für die Schweriner Rudergemeinschaft startet, am Bundesstützpunkt in Dortmund trainiert und die vergangene Woche in Hamburg verbrachte, im Auto. Sein Ziel: Rotterdam in den Niederlanden. Dort findet am Wochenende der abschließende Weltcup der Saison statt.

Für den 28-Jährigen ist die Mission klar: Er und seine Teamkollegen wollen bei der Siegerehrung wieder ganz oben stehen. „Ein Selbstläufer“, warnt Ocik, werde das auf gar keinen Fall. „Die Niederländer und die Neuseeländer haben sich verstärkt. Die Briten muss man immer auf dem Zettel haben. Gespannt bin ich auch auf die Kanadier“, sagt Ocik.

Den ersten Weltcup in Plowdiw (Bulgarien) hatte das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes ausgelassen. Bei der Europameisterschaft in Luzern und dem zweiten Weltcup im polnischen Poznan hatten Ocik und Co. die Konkurrenz im Kielwasser hinter sich gelassen. Die Vorläufe mit den acht Booten beim Weltcup-Abschluss in Rotterdam sind für Freitag angesetzt. Am Sonntagmittag findet das Finale statt. „Wir streben einen Sieg an, mit dem wir auch den Gesamtweltcup für uns entscheiden würden“, gibt Ocik das Ziel vor.

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In die Sommerpause geht es nach der Rotterdam-Regatta nicht. „Kommende Woche fliegen wir ins Trainingslager nach Österreich. Von dort geht es weiter zur WM-Vorbereitung nach München“, zählt der Ruderer die Etappen vor dem Saisonhöhepunkt, der Ende August in Linz beginnt, auf.

Der Deutschland-Achter geht als Titelverteidiger und Favorit an den Start. Mit einer Platzierung unter den Top 5 ist das Ticket für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen, die im kommenden Jahr in Tokio stattfinden, gesichert.

Ob bei den Rennen oder der Wettkampfvorbereitung – Ocik hat die kommende Saison bereits im Hinterkopf. „Na klar möchte ich wieder zu den Spielen fahren“, erklärt er. Seinen Traum, Olympiasieger zu werden, konnte er sich noch nicht erfüllen. In Rio hatten die Briten 2016 die Bootsspitze vorn. „Wenn ich gesund bleibe und so weiterarbeite, habe ich sicher eine Chance. Zu sicher darf man sich aber nicht fühlen. Denn dann lässt man nach“, meint der Mecklenburger.

Mit Marie-Louise Dräger (38/Leichtgewichts-Einer) und Christin Stöhner (21/Achter) gehören zwei Spitzenathletinnen aus MV zum Starterfeld beim Weltcup Finale in den Niederlanden. Julia Leiding (25), die ursprünglich im Einer antreten wollte, musste ihren Start wegen einer Rückenverletzung absagen.

Stephan Krüger (30/Doppelzweier) sieht seinen Start mit Tim Ole Naske als WM-Generalprobe. Beim Weltcup in Polen machten die beiden mit einem dritten Platz auf sich aufmerksam. „Ich hatte in den vergangenen Tagen Rückenprobleme. Wir wollen aber angreifen. Eine Prognose abzugeben fällt schwer, den die Konkurrenz ist sehr ausgeglichen“, sagt der Rostocker, der sein Logistik-Studium beendet hat und die freie Zeit gern in die Olympia-Vorbereitung investieren würde.

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