13. November 2020 / 09:36 Uhr

Weltcup-Ticket in Gefahr? Bob-Ass Oelsner verletzt sich im Zweier

Weltcup-Ticket in Gefahr? Bob-Ass Oelsner verletzt sich im Zweier

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Richard Oelsner vom BSC Sachsen mit Anschieber Issam Ammour gewinnen 2019 bei den 
Deutschen Meisterschaften im Zweier-Bob in Altenberg.
Richard Oelsner (r.) verletzte sich am Königssee und verpasst die ersten Weltcups © Matthias Rietschel
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Der Oberbärenburger Richard Oelsner wird bei Bob-DM vom Pech heimgesucht. In Königssee verletzt sich der Bob-Profi im ersten Lauf an der Wade und landet mit Anschieber Issam Amour am Ende nur Rang fünf. Die ersten beiden Weltcup-Rennen werden ohne Oelsner stattfinden.

Königssee. Der Oberbärenburger Bob-Pilot Richard Oelsner war nach den bisherigen Selektionen auf dem besten Weg zum Weltcup-Ticket. Der 25-Jährige führte in der Kombinationswertung nach drei Siegen in vier Rennen deutlich vor der Konkurrenz. Bei der Deutschen Meisterschaft am Königssee passierte dann am Donnerstag das Missgeschick. Der WM-Fünfte verletzte sich im ersten Zweier-Lauf an der Wade, erreichte aber mit seinem Anschieber Issam Amour hinter Christoph Hafer (Feilnbach) und Hans-Peter Hannighofer (Thüringen) mit hauchdünnem Rückstand noch Platz drei. Trotzdem quälte sich Oelsner dann auch noch durch den zweiten Lauf, belegte am Ende aber abgeschlagen Rang fünf.

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Den Titel sicherte sich Christoph Hafer vor Hannighofer und Philipp Zielasko (Thüringen). Damit dürfte klar sein, dass Richard Oelsner bei den ersten beiden Weltcups in Sigulda und Innsbruck-Igls nicht starten kann. Die Weltcup-Nominierung will Bundestrainer René Spieß an diesem Freitag bekanntgeben. Gesetzt waren der Pirnaer Olympiasieger und Weltmeister Francesco Friedrich und auch Johannes Lochner.

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Bei den Frauen sicherte sich Titelverteidigerin Laura Nolte aus Winterberg den Titel vor Kim Kalicki (Wiesbaden) und der für Oberwiesenthal startenden Stephanie Schneider. Olympiasiegerin Mariama Jamanka kam mit ihrer Anschieberin Annika Drazek nur auf den vierten Rang. „Die Abstände bei den Frauen zeigen schon, dass es ein sehr spannendes und enges Rennen war, mit wirklich sehr guten Leistungen. Die Deutschen Meisterschaften bei den Frauen waren in diesem Jahr auf jeden Fall auf einem sehr, sehr hohen Niveau“, schätzte Spieß ein. Umso schwerer dürfte den Trainern die Nominierung fallen, da im Weltcup nur drei Starterinnen einer Nation antreten dürfen. Abgeschlossen werden die Titelkämpfe am Freitag mit der Entscheidung im Vierer bei den Männern.