23. September 2019 / 11:11 Uhr

Weltfußballer-Wahl: Darum gewann bisher kein Deutscher außer Ex-DFB-Star Lothar Matthäus

Weltfußballer-Wahl: Darum gewann bisher kein Deutscher außer Ex-DFB-Star Lothar Matthäus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus wurde bisher als einziger Deutscher zum Weltfußballer gekürt.
Lothar Matthäus wurde bisher als einziger Deutscher zum Weltfußballer gekürt. © 2018 Getty Images
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Am Montagabend wird in Mailand der FIFA-Weltfußballer gekürt. Zur Wahl steht aber wieder einmal kein deutscher Profi - stattdessen sind Cristiano Ronaldo. Lionel Messi und Virgil van Dijk nominiert. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe.

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Zuletzt war Manuel Neuer nahe dran. Vor gut fünf Jahren - der Nationaltorwart vom FC Bayern München hatte im Sommer eine überragende WM in Brasilien gespielt - gehörte der Weltmeister zu den Top-3 der Weltfußballer-Wahl in Zürich. Gegen die Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi war der damals 28-Jährige im Januar 2015 aber chancenlos - im Scheinwerferlicht der FIFA spielte der deutsche Fußball wieder einmal nur die Nebenrolle.

Der bislang einzige deutsche Weltfußballer ist Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der 1991 bei der offiziellen Premiere der Auszeichnung triumphiert hatte. Daran wird sich auch an diesem Montag (20.30 Uhr) im Mailander Teatro alla Scala nichts ändern: Nominiert sind Ronaldo, Messi und der Niederländer Virgil van Dijk.

Von Matthäus bis Messi und Ronaldo: Alle Weltfußballer seit 1991

1991: Lothar Matthäus Zur Galerie
1991: Lothar Matthäus ©
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Deutsche werden eingeladen - gehen aber meist leer aus

Aufgrund der Vielzahl von Preisen werden deutsche Fußballer und Trainer aber trotzdem immer wieder eingeladen: in diesem Jahr Marc-André ter Stegen (Torhüter des Jahres) und Jürgen Klopp, der nach dem Sieg in der Champions League mit dem FC Liverpool bei den Trainern des Jahres favorisiert ist. In der jüngeren Vergangenheit wurden beispielsweise Neuer und Toni Kroos in die Weltelf gewählt, Jupp Heynckes und Joachim Löw als bester Coach ausgezeichnet.

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Beim wichtigsten Preis allerdings warten die deutschen Fans seit über einem Vierteljahrhundert. Vor Neuer gehörte Oliver Kahn nach der WM 2002 zu den Finalisten. Wieder ein Torhüter, gewonnen hat damals aber Ronaldo (der Brasilianer) vor dem „Titan“. Jürgen Klinsmann (1995) und Thomas Häßler (1992) wurden jeweils Dritter. Ein Grund dafür könnte sein, dass deutsche Erfolge im internationalen Fußball meist mit starkem Teamgeist ohne den alles überragenden Einzelkönner errungen wurden.

Leverkusen-Star Havertz könnte Matthäus beerben

Weltstars, die rund um die Welt Poster zieren und Millionenumsätze als Marke generieren, hat der Deutsche Fußball-Bund nicht zu bieten. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Kandidaten, denen der Sieg bei der prestigeträchtigen Wahl zugetraut wurde, so etwa Michael Ballack, Kroos, Marco Reus oder Mario Götze. Inzwischen gilt Kai Havertz von Bayer Leverkusen als größtes deutsches Versprechen für die Zukunft. Sein Vorteil: Allzu lange werden Ronaldo und Messi die Plätze in den Top-3 nicht mehr blockieren.

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