24. November 2020 / 11:17 Uhr

Wenig Hoffnung für Amateursportler: Sachsen plant verschärfte Corona-Regeln

Wenig Hoffnung für Amateursportler: Sachsen plant verschärfte Corona-Regeln

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Die Abteilung Tennis beim Sportverein Leipziger SC 1901 (LSC) hat seit dem Wochenende eine neue Traglufthalle. Diese erstreckt sich über drei Tennisplätze und ermöglicht den Spielern ein Training bei schlechtem und kaltem Winterwetter. Die alte Traglufthalle wurde bei einem Sturm 2018 schwer beschädigt und konnte nicht mehr benutzt werden. Fotoaufnahme der Halle am 02.11.2020 in Leipzig (Sachsen).
In Corona-Hotspots bleiben auch die Tennisplätze und -hallen künftig leer. © Christian Modla
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Sachsens Fußballer, Handballer, Volleyballer, Basketballer und Co. müssen weiter stark bleiben: Für sie wird es in den kommenden Woche keine Lockerungen in Sachen Trainings- und Wettkampfverbot geben. Bangen müssen die Individualsportler: Denn der Freistaat sieht in Corona-Hotspots für sie keine Ausnahmen mehr vor.

Leipzig. Die Befürchtungen der Amateursportler in Sachsen bewahrheiten sich: Auch im Dezember sind sie zur Untätigkeit verdammt. Das sieht der Entwurf der neuen Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates vor, der dem SPORTBUZZER vorliegt. Die neue Verordnung soll am 30. November in Kraft treten. Wie lange sie gültig sein wird, war am Dienstag noch unklar.

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Klar ist dagegen: Es bleibt alles beim Alten, sprich den aktuell bereits geltenden Bestimmungen. Das heißt: Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen, solange sie keine medizinisch notwendigen Behandlungen anbieten. Gleiches gilt für Sportanlagen draußen und drinnen. Mannschaftssport im Freizeit- und Amateurbereich bleibt untersagt. Ausgenommen sind hier wie bisher Profisportler, "für die ein Arbeitsvertrag besteht, der sie zu einer sportlichen Leistung gegen ein Entgelt verpflichtet und dieses überwiegend zur Sicherung des Lebensunterhalts dient" sowie Bundeskader und Nachwuchskader 2. Erlaubt bleibt ebenfalls das Training an den Nachwuchsleistungszentren.

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Weiterhin ihrem Hobby nachgehen dürfen Individualsportler, beispielsweise im Tennis oder Badminton. Hier gibt es allerdings ein großes Aber. Denn die neue Verordnung sieht auch Regelungen für so genannte Corona-Hotspots vor. Überschreitet die Sieben-Tages-Inzidenz in einem Landkreis oder eine kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert 200 oder einmal den Wert 250, bleibt nur noch das Training im heimischen Wohnzimmer oder die Joggingrunde vor der Haustür. Denn dann sind nach den neuen Vorgaben auch sämtliche Sportanlagen für Individualsportler zu schließen. Aktuell wären davon in Sachsen beispielsweise die Landkreise Bautzen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Zwickau sowie der Erzgebirgskreis betroffen.